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In der Fremde: Wie schlagen sich die FCB-Talente bei ihren Leih-Klubs?

Lars Lukas Mai
Foto: Alex Grimm/Getty Images

Vier junge Hoffnungsträger des FC Bayern München haben für diese Saison Leihkontrakten zugestimmt. Wie es bei Christian Früchtl, Sarpreet Singh, Lars Lukas Mai und Oliver Batista Meier läuft, soll hier in der Kurzanalyse betrachtet werden.

Um den schwierigen Weg vom Top-Talent zum Top-Spieler zu beschreiten, muss man manchmal auch Umwege gehen. Oft stellt eine Leihe sowohl für Spieler als auch für den Heimatverein sowie den Leih-Klub einen Gewinn dar – quasi eine Win-Win-Win-Situation. Die Leihe kann für einen Jungspund freilich zum Sprungbrett in das Haifischbecken der Elite-Ligen werden. Wenn man sich in der Fremde empfiehlt, wird man auch im Heimatverein zu einer ernsthaften Alternative. Manchmal läuft es während einer Leihe aber auch nicht allzu rosig. Wie es hierbei um die Münchner Leihgaben Christian Früchtl, Sarpreet Singh, Lars Lukas Mai und Oliver Batista Meier steht, folgt.

Christian Früchtl (20) – 1. FC Nürnberg

Christian Früchtl
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Der 1,93 Meter große Torhüter gilt als eines der vielversprechendsten Talente des deutschen Fußballs. Seit 2014 kickt der Keeper für den Rekordmeister. Im zarten Alter von 17 Jahren wurde er bereits aufgrund seines Talents in den Kader der Profis berufen. Reichlich Erfahrung konnte er darüber hinaus schon in der Regionalliga und in der 3. Liga bei der Bayern-Reserve sammeln. In Nürnberg sollte der Jungspund weitere Sympathiepunkte einheimsen, doch hierbei macht ihm ein anderer einen Strich durch die Rechnung: Bei den Franken ist Früchtl „nur“ die Nummer Zwei hinter Christian Mathenia (28). Um an seinem Kontrahenten im gesunden Konkurrenzkampf vorbeizuziehen, braucht der 20-jährige wohl noch etwas Geduld und gute Trainingsleistungen.

Sarpreet Singh (21) – 1. FC Nürnberg

Sarpreet Singh
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Noch ein weiteres Talent hat es in die fränkische Metropole gezogen: Sarpreet Singh hat sich auf Leihbasis zum 1. FC Nürnberg transferieren lassen. Auch beim jungen Neuseeländer kann man bisher getrost von einer gefloppten Saison reden. Zur Saison 2019/2020 von Wellington Phoenix in Neuseeland zu den Bayern gewechselt, konnte er in der folgenden Drittligaspielzeit 14 Scorerpunkte in 22 Partien verzeichnen – ein ausgezeichneter Wert. Bei den Nürnbergern konnte er sich noch nicht vollends beweisen. Die Startelf-Quote von 14% und die bisherigen 5 Einsätze in der 2. Bundesliga reißen noch keine Bäume heraus.

Lars Lukas Mai (20) – SV Darmstadt 98

Lars Lukas Mai
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Auch Lars Lukas Mai darf leihweise die zweite Bundesliga mit seiner Anwesenheit beglücken. Hierbei streift er allerdings das Darmstädter Trikot über. Der Abwehrhüne ist mit seinen 1,90 Metern Körperlänge in der Innenverteidigung der Lilien gesetzt, spielt eine solide Saison. Dass er eine absolute Stammkraft ist, zeigt auch seine Einsatzquote: 7 Spiele, 7 Einsätze, 630 Einsatzminuten. Jetzt, da er zeigt, dass er in der 2. Bundesliga bestehen kann, empfiehlt er sich als Alternative für den FC Bayern zur nächsten Saison.

Oliver Batista Meier (19) – SC Heerenveen

Oliver Batista-Meier
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Den jüngsten im Bunde hat es zum am weitesten entfernten Klub verschlagen. Oliver Batista Meier wurde an den niederländischen Erstligisten Heerenveen verliehen und gilt als großer Hoffnungsträger. Sein Können durfte er bereits einmal bei der ersten Mannschaft des FC Bayern unter Beweis stellen, als er am 29. Spieltag der vergangenen Saison für 12 Minuten gegen Düsseldorf auf das Feld kam. Außerdem verzeichnete er 18 Einsätze mit 5 Scorerpunkten in der 3. Liga sowie 11 Einsätze und 19 Torbeteiligungen in der U19 der Bayern – sehr solide Werte. Beim Leihverein in Heerenveen überzeugt er bisher mit einem Tor und 3 Assists.

Zurück zu den Anfängen

Natürlich ist das Ziel aller vier Talente, den Sprung in den Profikader der Bayern zu schaffen. Wem von ihnen dies gelingen wird, ist so früh in der Saison freilich noch nicht absehbar, aber über das Potential dazu verfügen alle.