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Bayern ohne Alaba und Boateng: Kann das gut gehen?

David Alaba und Jerome Boateng
Foto: CHRISTOF STACHE/AFP via Getty Images

Beim FC Bayern steht in der Abwehr ein großer Umbruch bevor. Während der Vertrag von David Alaba ausläuft und vonseiten des Spielers wohl nicht verlängert wird, hat Boateng nicht einmal ein Angebot dazu erhalten. Demnach könnten die beiden zweimaligen Triple-Gewinner die Münchner am Ender der Saison verlassen und dabei keinen Cent in die Kasse spülen. Doch warum sollten sich die Bayern-Verantwortlichen mit diesem Szenario zufrieden geben?

Es ist zweifellos ein riskantes Spiel, auf das sich die Bayern-Bosse einlassen. Mit dem Zurückziehen des Angebots für David Alaba haben die Münchner zwar klare Kante gezeigt, den Spieler damit aber auch noch weiter von sich weggeschoben. Zwar kann man die Entscheidung der Verantwortlichen durchaus nachvollziehen, so stellt sich jedoch die Frage, warum sie gleichzeitig freiwillig auf die Dienste von Jerome Boateng verzichten wollen. So würde sich dieser wohl auch als Teilzeitkraft zur Verfügung stellen und Gehaltskürzungen in Kauf nehmen: „Meine Kinder fühlen sich hier wohl. Mit Hansi Flick als Trainer und diesem Team macht es extrem viel Spaß. Im Endeffekt bin ich froh, noch beim FC Bayern zu sein. Ich habe wieder Spaß am Fußball“, erklärte der Innenverteidiger unlängst. Vom ausbleiben Vertragsangebot zeigte sich Boateng verwundert und bemängelte, erst in den Medien davon erfahren zu haben. Ähnliche Vorwürfe also, wie sie bereits David Alaba geäußert hat.

Weg frei für die Jugend und Upamecano?

Tritt das genannte Szenario im Sommer ein, würden die Bayern ihre erfahrensten Innenverteidiger verlieren ohne dafür Ablöse zu kassieren. Dies wäre vor allem in Zeiten der Corona-Kriese nicht gerade vorteilhaft. Allerdings stehen mit Lucas Hernandez und Niklas Süle zwei erfahrene Profis bereit, die schon bald eine Führungsrolle übernehmen könnten. Mit Nianzou und Richards gäbe es zudem zwei begnadete Talente für die Zukunft. Nichts desto trotz nehmen die Bayern das Risiko auch in Kauf, weil sie bereits einen Nachfolger im Blick haben. Die Rede ist vom Leipziger Dayot Upamecano, der aktuell zweifellos eines der größten Innenverteidiger-Talente Europas ist. Am jungen Franzosen soll auch der FC Liverpool großes Interesse haben. Das Spiel mit dem Feuer könnte für die Bayern also auch nach hinten losgehen.