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Trotz Corona-Krise: Hainer zweifelt an Vernunft einiger Klubs

Herbert Hainer
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323,2 Millionen Euro gaben die Bundesligisten in diesem Sommer für neue Spieler aus. So wenig wie seit der Saison 2013/14 nicht mehr. Die Corona-Krise macht sich auch im Fußball bemerkbar und zwingt die Klubs zu Sparsamkeit und Demut. Wenngleich einige Vereine sogar in arge finanzielle Schieflage geraten sind, glaubt Bayern-Präsident Herbert Hainer jedoch nicht an ein generelles Umdenken. 

Hätten Spieler wie Douglas Costa, Eric Maxim Choupo-Moting oder Bouna Sarr auch den Weg nach München gefunden, wenn es zu keinen finanziellen Einbußen im Rahmen der Corona-Pandemie gekommen wäre? Eine Frage die zweitrangig ist, zumal die Bayern aufgrund der aktuellen Lage, wie die meisten anderen Vereine in Europa, sparen müssen. „Ich denke, dass schon in den vergangenen Monaten mehr Demut zu erkennen war. In Gesprächen mit anderen Klubs merke ich, dass die Erkenntnis wächst, dass es so wie zuletzt nicht mehr weitergehen kann“, erklärte Hainer in der Welt am Sonntag.

Hainer zeigt sich skeptisch: „Wird immer den ein oder anderen Auswuchs geben“

Für einige Vereine kann man Corona als Warnschuss bezeichnen, der offenlegt, wie wichtig verantwortungsbewusstes und krisensicheres Wirtschaften ist. So befinden sich Vereine, wie der FC Barcelona, der zuletzt recht sorglos mit seinen Finanzen umgegangen war, am Rande des Abgrundes. An ein radikales Umdenken aller Klubs glaubt der Bayern-Präsident trotzdem nicht. Ich bin Realist: Es ist zu früh, um jetzt schon zu behaupten, dass alle Klubs in Zukunft nur noch wirtschaftlich vernünftig agieren werden. Ich fürchte, es wird immer den einen oder anderen Auswuchs geben“, so Hainer. „Allerdings habe ich die Hoffnung, dass die Zahl sinkt“, fügt er hinzu.