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Warum Sane derzeit nur als Edeljoker glänzt

Leroy Sane
Foto: Handout/FC Bayern via Getty Images

Leroy Sane glänzt in der aktuellen Saison als hoch effizienter Joker beim FC Bayern. Der 24-jährige Flügelflitzer hat zuletzt wichtige Tore für die Münchner erzielt, muss sich aktuell dennoch mit einer Reservistenrolle zufriedengeben.



Sieben Torbeteiligungen in neun Spiele und das bei gerade einmal 392 eingesetzten Minuten. Sane hat sich in den vergangenen Wochen extrem effizient vor dem gegnerischen Tor präsentiert, sogar noch effizienter als Top-Torjäger Robert Lewandowski.

Zudem war er mit seinen Treffern in den wichtigen und engen Spielen gegen Dortmund (3:2) und RB Salzburg (3:1) maßgeblich an den Siegen beteiligt. Dennoch kommt Sane derzeit nicht über eine Rolle als Edeljoker hinaus. Dies hat jedoch nichts mit seinen Offensiv-Aktionen zu tun, sondern viel mehr mit seinem Defensiv-Verhalten.

Flick ist noch nicht zu 100 Prozent zu frieden

Bayern-Cheftrainer Hansi Flick hatte bereits unmittelbar nach der Ankunft von Sane in München betont, dass der 24-jährige Zeit brauchen wird, um sich an das Bayern-Spiel zu gewöhnen. Ganz konkret meinte Flick damit die Arbeit gegen den Ball und das Gegenpressing bei Ballverlusten. Diese beiden Dinge gehörten bereits in der Vergangenheit nicht unbedingt zu den Stärken von Sane und auch jetzt tut sich der deutsche Nationalspieler sichtbar schwer damit.

Beim CL-Spiel gegen Salzburg unter der Woche war immer wieder zu hören wie Flick seine Spieler von der Seitenlinie lautstark ermahnte. Der 55-jährige zeigte sich sichtlich genervt von den vielen Ballverlusten und Fehlpässen. Auch Sane holte sich dabei mehrfach einen „Rüffel“ von Flick ab. Umso erboster war Flick als ausgerechnet ein Ballverlust von Sane, vor dem eigenen Strafraum, in der 73. Minute zum 1:3 Anschlusstreffer der Österreicher führte.

Um sich langfristig als Stammkraft bei den Bayern zu etablieren, muss Sane zwangsläufig an seiner Rückwärtsbewegung arbeiten und einfache Ballverluste auf ein Minimum reduzieren. Auch Kingsley Coman und Serge Gnabry haben diesen Prozess in den vergangenen knapp zwei Jahren durchlaufen.