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Watzke kritisiert Hoeneß: „Das ist heuchlerisch“

Hans-Joachim Watzke
Foto: Matthias Hangst/Bongarts/Getty Images

Nachdem Uli Hoeneß im Sommer die Transferpolitik von Konkurrent Borussia Dortmund öffentlich kritisierte, hat sich nun Hans-Joachim Watzke zu den „Vorwürfen“ des ehemaligen Bayern-Präsidenten geäußert.

Noch im August bezeichnete Uli Hoeneß die Transferpolitik von Borussia Dortmund als „unklug“. So hält er den Weg, hochtalentierte Spieler für wenig Geld zu kaufen und später für mehr Geld ziehen zu lassen, für langfristig nicht erfolgsversprechend. „Ich glaube, solange die Dortmunder dieses System nicht ändern, werden sie diese letzten zehn Prozent nicht kriegen, dass man in wichtigen Spielen die richtigen Leistungen bringt. Ein Spieler muss das Gefühl haben: Ich bin Bayern forever“, erklärte Hoeneß damals gegenüber der FAZ.

Watzke widerspricht: Haben Hummels und Lewandowski nicht geholt um Geschäfte zu machen

Wie bei allen Giftspitzen, die zwischen den beiden Konkurrenten geschossen werden, reagierte nun die Gegenseite und kritisiert den Ehrenpräsident der Münchner. „Das ist ein bisschen heuchlerisch. Ehrlicherweise haben wir Mario Götze hier nicht ausgebildet, Mats Hummels und Robert Lewandowski nicht geholt, um damit Geschäfte zu machen“, erklärte der 61-Jährige im Podcast von Sandra Maischberger. Von den Abgängen dieser drei Stars konnten sich die Dortmunder nie so richtig erholen. „Sie haben sie uns weg geholt und natürlich auch dafür bezahlt – zumindest teilweise. Also insofern, das selbst zu leben und anschließend anzuprangern. Wenn Bayern München kommt und einem Spieler von uns das Doppelte und dreifache bietet, gibt es bei uns ökonomische Grenzen. Aber es ist ja nicht nur Bayern, das kann auch Real Madrid sein oder Barcelona“, so Watzke weiter.

Watzke in Richtung Hoeneß: „Dafür ist er viel zu intelligent

Der BVB-Geschäftsführer weiß genau, dass die Finanzkraft seines Vereins gewissen Grenzen unterliegt. So wurde es den Dortmundern Anfang der 2000er schon fast zum Verhängnis, über den eigenen Verhältnissen zu leben. Diesen Fehler will Watzke nicht nochmal machen. „Einen Tod muss ich sterben: Entweder geht der Spieler dann weg oder aber ich muss mich dann irgendwann wieder so verschulden. Das haben wir doch alles gehabt. Wir haben doch schon einmal versucht, den Kampf mit Bayern München auch finanziell aufzunehmen und ein paar Jahre später waren wir tot. Das weiß er aber auch. Dafür ist er viel zu intelligent“, richtet Watzke sein Wort an Hoeneß.