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Die Bayern vor Atletico: Schonen oder nicht schonen, das ist hier die Frage

Hansi Flick
Foto: Matthias Hangst/Getty Images

Nach dem Arbeitssieg in Stuttgart, geht es für den FC Bayern morgen direkt weiter. Die Münchner müssen in der UFEA Champions League auswärts bei Atletico Madrid ran. Hansi Flick steckt vor dem Duell gegen die Spanier in der Zwickmühle.

Corentin Tolisso, Jerome Boateng, Lucas Hernandez und Javier Martinez sind nach dem Bundesliga-Spiel gegen Stuttgart angeschlagen. Leon Goretzka ist eigenen Aussagen zufolge müde. Alphonso Davies und Joshua Kimmich fehlen verletzt und Tanguy Nianzou (nicht gemeldet) und Marc Roca (Gelbsperre) nicht spielberechtigt.

Hansi Flick betonte bereits am Samstag, dass seine Mannschaft bereits am Limit sei. Der 55-jährige muss vor dem CL-Spiel gegen Atletico Madrid nun entscheiden ob er seine Spieler über dieses Limit hinausschickt oder ihnen eine Verschnaufpause gönnt.

Sportliche Ambitionen vs. Belastungssteuerung

15 CL-Spiele in Folge haben die Bayern zuletzt gewonnen, die Flick-Elf hat zuletzt Woche für Woche ihren eigenen Rekord ausgebaut. Die Münchner haben sich bereits zwei Spieltage vor dem Ende der Gruppenphase vorzeitig als Tabellenerster für die K.o.-Phase in der Königsklasse qualifiziert und können damit ohne Druck nach Madrid reisen. Wer Thomas Müller & Co. kennt weiß jedoch, dass diese sehr ungerne Spiele „abschenken“.

Neben der eigenen Siegesserie geht es auch um 2,7 Mio. Euro Prämien, die man für einen Sieg in der Champions League erhält. Viel Geld in Corona-Zeiten, auch für den FC Bayern.

In der Defensive drückt der Schuh

Klar ist: Flick wird rotierten um vor allen seinen angeschlagenen Spielern, so gut es geht, eine Pause zu ermöglichen. Während er in der Offensive mit Leroy Sane, Eric Maxim Choupo-Moting, Douglas Costa und Jamal Musiala genügend Alternativen hat, sieht es im Mittelfeld und der Defensive deutlich schlechter aus. Die Ausfälle von Kimmich und Davies, sowie Nianzou und Roca sind bitter.

Hinten rechts dürfte Bouna Sarr, nach überstandenen muskulären Problemen, Benjamin Pavard ersetzen. Auch Niklas Süle hat gute Aussichten auf einen Startplatz in der Innenverteidigung. David Alaba kann als Allrounder sowohl hinten links als auch in den Mitte aushelfen. Der Österreicher ist aber auch eine Alternative für das Mittelfeld.

Vieles wird davon abhängen wie fit die angeschlagenen Spieler sind, allen voran Javier Martinez und Jerome Boateng. Lucas Hernandez scheint einsatzfähig zu sein. Der Franzose hatte beriets am Sonntag selbst Entwarnung gegeben und dürfte gegen seine ehemaligen Kollegen besonders motiviert sein.