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Musiala oder Roca: Wer wird der neue Wingman von Goretzka?

Marc Roca
Foto: Handout/FC Bayern via Getty Images

Wer spielt neben Leon Goretzka? Es ist wöchentlich die gleiche Frage, die sich Bayern-Trainer Hansi Flick stellen muss. Joshua Kimmich und Javi Martinez fallen bis Jahresende aus und auch der französische Weltmeister Corentin Tolisso scheint einfach nicht fit zu werden. Daher möchten wir in Hinblick auf die CL-Partie gegen Lok Moskau die verbliebenen Kandidaten unter die Lupe nehmen.

An Leon Goretzka führt, als Konstante im Mittelfeld, derzeit kein Weg vorbei. Dabei hat auch der 25-jährige selbst erhebliche Probleme, in Abwesenheit von Kimmich, an seine maximale Leistungsfähigkeit heranzukommen. Während er sich zuvor auf seine Qualitäten als box-to-box-Spieler verlassen konnte, ist er nun vor allem im Aufbauspiel gefragt. So nahm Hansi Flick den Mittelfeldspieler am Montag neun Minuten zur Seite und zeigte ihm seine Ideen vom Stellungsspiel. Dabei hätte der Bayern-Coach eigentlich einen Spieler im Kader, der die Sechser-Rolle exakt einnehmen könnte. So ist der spanische Neuzugang Marc Roca hier zu Hause und weiß genau, wie man einen Spielaufbau gestalten kann. Mit seinem starken Passspiel könnte er Goretzka einiges an Arbeit abnehmen. Demnach könnte dieser auf seiner 8er-Position wieder mehr aufblühen als zuletzt. Nach seiner Sperre ist Roca auch in der Königsklasse wieder eine Option.

Schon gegen Leipzig überzeugend: Setzt Flick erneut auf Musiala?

Beim Spiel gegen Leipzig bekam allerdings überraschenderweise erneut Jamal Musiala den Vorzug. Nachteil: Der 17-jährige versteht sich eher als offensiver Part, wodurch sich Goretzka vornehmlich auf seine defensiven Aufgaben konzentrieren muss. Auch in Punkto Spielaufbau besitzt Musiala nicht die Fertigkeiten von Roca. Trotz allem konnte sich der unbekümmerte Youngster in Leipzig erneut in Szene setzen. So zählte er im Topspiel nicht nur wegen seines Treffers zu den stärksten Akteuren auf Bayern-Seite. Es scheint nicht unwahrscheinlich, dass Flick die guten Leistungen seines Schützlings erneut mit ordentlich Spielzeit honoriert.

Darf Alaba erneut im Mittelfeld ran?

Eine weitere Option wäre auch David Alaba. So sind in der Abwehr Boateng, Süle und Hernandez wieder an Bord, wodurch der 28-jährige Österreicher ins Mittelfeld rücken könnte. Somit könnte dieser Spielminuten auf seiner Lieblingsposition sammeln. Es ist jedoch wahrscheinlicher, dass er gegen Moskau erneut in der Innenverteidigung ran muss. Dort verzichtet der Bayern-Coach nur ungern auf den Linksfuß.

Keine Option ist der französische Neuzugang Tanguy Nianzou. Der Ex-Pariser steht nämlich gar nicht im Champions League-Kader.