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Musiala vs. Moukoko: Die Supertalente der Bundesliga im Vergleich

Jamal Musiala
Foto: ANDREAS GEBERT/POOL/AFP via Getty Images

Über diese zwei Supertalente spricht derzeit jeder: Der 17-jährige Jamal Musiala und der 16-jährige Youssoufa Moukoko schicken sich an, die Bundesliga eines Tages zu prägen. Wir möchten die Gemeinsamkeiten und Unterschiede der beiden Offensivspieler genauer vergleichen. 



Auch in jungen Jahren können Jamal Musiala und Youssoufa Moukoko auf einen spannenden Karriereweg zurückblicken. Letzterer wurde in Kamerun geboren und zog im Alter von zehn Jahren nach Hamburg. Dort schloss er sich dem FC St. Pauli an und erlangte die deutsche Staatsbürgerschaft. 2016 fand er schließlich den Weg zu Borussia Dortmund. Dabei fiel schnell auf, dass Moukoko körperlich weiter war, als seine gleichaltrigen Kollegen und spielte daher meist in älteren Juniorenklassen mit. Trotzdem war der gebürtige Kameruner im Straftraum nicht zu stoppen und stellte einen Torrekord nach dem nächsten auf. Demnach feierte das Sturmtalent sein Bundesliga-Debüt bereits mit 16 Jahren und einem Tag.

Nicht ganz so auffällig verlief die Jugendzeit von Jamal Musiala. Der Bayern-Youngster wurde in Stuttgart geboren und kickte bis zu seinem siebten Lebensjahr beim TSV Lehnerz. Nachdem seine Eltern nach England zogen, schloss er sich erst dem FC Southampton an. Doch nur wenige Monate später entdeckte Chelsea das begnadete Talent. Dort wurde er ausgebildet, bis er 2019 zu den Bayern wechselte. In München fand er über die zweite Mannschaft den Weg ins Profiteam. Im Gegensatz zu Moukoko, dessen Karriere medial seit langer Zeit begleitet wurde, blieb es um Musiala meist sehr ruhig.

Welche Rolle spielen die Youngster bei ihren Teams?

Erst seit drei Wochen besitzt Moukoko die offizielle Spielerlaubnis der DFL. In dieser Zeit hat er bislang vier Spiele und 104 Spielminuten absolviert. Da Top-Torjäger Erling Haarland derzeit verletzt ist, ist der 16-Jährige aktuell der einzige Mittelstürmer im Kader des BVB. Zwar traf er für die erste Mannschaft bisher nicht, konnte seine Gefährlichkeit aber durchaus andeuten. In naher Zukunft wird Moukoko wohl noch nicht über die Rolle als Back-Up hinauskommen. So wollen die Dortmunder ihr Juwel behutsam aufbauen. Langfristig verspricht man sich jedoch einiges vom Youngster. „Ich habe noch nie einen 16-Jährigen trainiert, der so weit ist“, erklärte BVB-Coach Favre. Haaland ging zuletzt sogar noch weiter und bezeichnete Moukoko als größtes Talent der Welt.

Der gut ein Jahr ältere Musiala besitzt über mehr Erfahrung auf oberstem Niveau. So absolvierte dieser schon 13 Spiele für die Münchner und erzielte drei Treffer. As großer Vorteil bewies sich zuletzt seine Flexibilität. So nutzte er die Verletzungsprobleme im zentralen Mittelfeld und zeigte, dass er auch auf einer defensiveren Rolle glänzen kann. So durfte er hier beispielsweise gegen Leipzig ran, wenngleich Marc Roca für diese Rolle eigentlich prädestiniert gewesen wäre. Zwar ist Musiala ebenfalls noch kein Stammspieler, so erhält er derzeit viele Einsätze und regelmäßig Lob von den Verantwortlichen. „Jamal spielt befreit auf. Wir hatten am Anfang nicht so die Ballkontrolle, mit seiner Einwechslung hat sich das geändert,“ so Flick nach dem Leipzig-Spiel.

Das sind die Stärken und Schwächen der Supertalente

Moukoko ist ein typischer Mittelstürmer, mit Begabungen, die es in Deutschland länger nicht gegeben hat. So zeichnet sich der 16-Jährige vor allem durch seine Torgefahr aus. Dabei nutzt er seinen großartigen Torinstinkt gepaart mit seinem sicheren Abschluss. Zudem besitzt er für sein Alter eine enorme Athletik und Schnelligkeit. So wurde er in der Bundesliga bereits mit einer Geschwindigkeit von 34,7 km/h gemessen. Etwas Nachholbedarf besteht dagegen noch in Punkto Ballkontrolle. Genau dies ist dagegen die Stärke von Jamal Musiala. So beherrscht es kaum ein Spieler, den Ball derart eng am Fuß zu führen. Neben seiner Stärke im Dribbling besitzt er eine enorme Spielfreude und viel Zug zum Tor. Auch sein Abschluss kann sich sehen lassen, wie er mit seinem Tor gegen Leipzig eindrucksvoll bewies. Auch in jungen Jahren fordert der Youngster viele Bälle, kann diese sicher verarbeiten und seine Mitspieler in Szene setzen. Luft nach oben hat er dagegen noch im körperlichen Bereich.

So viel sind die Juwele bereits heute wert

Dass Musiala und Moukoko zu den größten Talenten in Europa gehören wird auch mit Blick auf die Marktwerte klar. So rechnet tranfermarkt.de den Youngstern einen Wert von jeweils 10 Mio. Euro zu. Während Moukoko damit in seinem Jahrgang klar an der Spitze ist, muss sich Musiala lediglich hinter Bellingham und Wirtz sowie Ryan Cherki (Lyon) einsortieren. In Punkto Gehalt rangiert der Dortmunder mit 350.000 pro Jahr vor dem Münchner. Laut Bild-Informationen haben jedoch beide keinen Profivertrag. Dies könnte sich jedoch bald ändern. So haben beide Teams mit ihren Juwelen großes vor. Während der Vertrag von Musiala bereits 2022 ausläuft, ist Moukoko noch ein Jahr länger an die Borussen gebunden. Spätestens dann werden die Gehälter mutmaßlich schlagartig in die Höhe schießen.