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Flick zur Sane-Auswechslung: „Warum Höchststrafe? Es war die einzige Option“

Hansi Flick und Leroy Sane
Foto: imago images

Die Ein- und Auswechslung von Leroy Sane binnen 36 Minuten im Topspiel gegen Bayer Leverkusen sorgt für viel Aufsehen beim FC Bayern. Während Fans und Medien von einem „Denkzettel“ für den 24-jährigen sprechen, verteidigte Flick seine Entscheidung nach dem Spiel.



Leroy Sane wirkte sichtlich geknickt nach dem knappen 2:1-Erfolg und brauchte erst den Zuspruch von Thomas Müller, um mit seinen Kollegen die „Weihnachtsmeisterschaft“ zu feiern. Die Ein- und Auswechslung im Bundesliga-Spitzenspiel ist für viele Experten die Höchststrafe und der bisherige Tiefpunkt von Sane seit seinem Wechsel zum FC Bayern.

Bayern-Trainer Hansi Flick wollte nach dem Spiel jedoch nichts von einer vermeintlichen Höchststrafe wissen: „Warum Höchststrafe? Wenn wir auswechseln, müssen wir es sinnvoll machen“. Der 55-jährige betonte, dass es keine andere Option für ihn gab: „Wenn man die zweite Halbzeit sieht: Thomas ist für uns einfach unverzichtbar, weil er kluge Entscheidungen trifft, weil er die Räume sehr, sehr gut besetzen kann und weil er sich über 90 Minuten in den Dienst der Mannschaft stellt. Und Serge hat sich in der zweiten Halbzeit enorm gesteigert. Von daher musste ich die Option Leroy nehmen“.

Für den Bayern-Cheftrainer steht der Team-Erfolg über Einzelschicksalen: „Letztendlich geht der Erfolg des Teams über Einzelpersonen. Wir unterstützen Leroy auf jede mögliche Weise“.

„Der Typ ist wirklich ein Top-Spieler“

Während Flick eine „Strafe“ dementiert, stärkten seine Teamkollegen Sane symbolisch den Rücken. Vor allem Thomas Müller und Robert Lewandowski betonten unmittelbar nach der Partie, dass Sane im kommenden Jahr noch sehr wichtig werden wird für die Münchner.

Auch Sportvorstand Hasan Salihamidzic, der als großer Sane-Fan gilt, nahmen diesen in Schutz: „Der Typ ist wirklich ein Top-Spieler. Er will auch mehr von sich. Das Team wird ihm helfen. Ich glaube voll und ganz an ihn. Er hat Qualitäten, die er uns hoffentlich im ersten Spiel des neuen Jahres zeigen wird.“