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Bayern-Jahresrückblick 2020 – Februar: Machtdemonstration gegen Chelsea

Serge Gnabry
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Auch im Februar 2020 sollte der FC Bayern München ungeschlagen bleiben. Unter Trainer Hansi Flick, der erst im November 2019 übernommen hatte, formte sich mehr und mehr ein schier unbesiegbares Team. Wir blicken zurück: Das war der Februar im sensationellen Bayern-Jahr 2020.

Nach der Winterpause kam der FC Bayern München Ende Januar 2020 sofort wieder auf Touren. Es war offensichtlich, dass Trainer Hansi Flick den Break und das Trainingslager in Doha (Katar) gut nutzen konnte, um das Team nach seinen Vorstellungen zu formen. Im Februar ging es den Nachfolger von Niko Kovac höchst erfolgreich weiter. Es sollte auch der letzte Monat mit durchgängig vollen Rängen im Stadion werden.

Am 1. Februar 2020 hatte es der deutsche Rekordmeister mit einer unangenehmen Auswärtsaufgabe beim bissigen FSV Mainz 05 zu tun. Die Bayern führten nach überragender Anfangsphase bereits nach 26 Minuten durch Tore von Robert Lewandowski, Thomas Müller und Thiago mit 3:0, doch die Rheinhessen schnupperten Morgenluft, als Jeremiah St. Juste noch vor der Pause auf 1:3 verkürzen konnte. Die Mainzer spielten in der zweiten Hälfte stark und stellten die Hintermannschaft der Bayern vor einige Probleme. Dennoch blieb es beim 3:1 und der FCB fuhr einen extrem wichtigen Dreier ein. Da die Leipziger gegen Mönchengladbach nicht über ein 2:2 hinaus kamen, übernahm die Mannschaft von Trainer Flick die Tabellenführung.

Am 5. Februar 2020 folgte ein spektakuläres Spiel im Achtelfinale des DFB-Pokals. Die Bayern gewannen in einem faszinierenden Match gegen Hansi Flicks Ex-Team TSG 1899 Hoffenheim mit 4:3. Nach nur acht Minuten lagen die Bayern nach einem Eigentor von Jerome Boateng zurück. Doch bereits fünf Minuten später glich Benjamin Hübner aus – erneut per Eigentor! Dann sah es nach einem lockeren Pokal-Galopp der Münchner aus. Durch Tore von Robert Lewandowski (traf doppelt) und Thomas Müller stand es kurz vor Schluss 4:1. Doch Hoffenheims Neuzugang Munas Dabbur gelang in den Schlussminuten noch ein Doppelpack. Beinahe hätten es die Kraichgauer sogar noch in die Verlängerung geschafft, doch letztlich sollte der FCB die Oberhand behalten.

Die defensiven Probleme, die die letzten beiden Spiele mit sich brachten, konnten bereits am 9. Februar 2020 wieder gelöst werden. Im Spitzenspiel empfing der FC Bayern München RB Leipzig. Beide Abwehrreihen leisteten sich beinahe keine Fehler, so dass das Spiel folgerichtig 0:0 endete. Die Bayern blieben Tabellenführer. Borussia Dortmund hätte sowohl an Leipzig als auch am FCB theoretisch sogar vorbeiziehen können, verlor aber bei Bayer 04 Leverkusen in einem packenden Match mit 3:4.

Die Bayern im Februar: Wackelig gegen Paderborn, Machtdemonstration bei Chelsea

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Nach dem ersten Punktverlust nach über zwei Monaten konnten die Bayern schnell wieder nachlegen. Am 16. Februar 2020 gewannen die Münchner mit 4:1 beim 1. FC Köln und ließen dabei nichts anbrennen. Für die Tore sorgten Serge Gnabry (traf doppelt), Robert Lewandowski und Kingsley Coman. Da auch Leipzig und Dortmund gewannen, blieb es in der Liga zu diesem Zeitpunkt weiterhin äußerst spannend.

Es folgte das Heimspiel gegen den SC Paderborn am 21. Februar 2020. Vorab wurde nur über die Höhe eines Sieges diskutiert. Doch der Aufsteiger trat äußerst frech auf und hätte durchaus sogar einen Punkt mitnehmen können. Dass die Bayern mit 3:2 siegten, hatten sie einmal mehr Robert Lewandowski zu verdanken, der nicht nur doppelt traf, sondern die Bayern wenigen Momente vor dem Schluss mit dem Siegtreffer erlöste. Auch der formstarke Serge Gnabry konnte sich in die Torschützenliste eintragen. Doch erneut zeigte sich die Bayern-Defensive äußerst anfällig.

In den folgenden beiden Partien kam es jeweils zu einer Machtdemonstration des FC Bayern München. Im Hinspiel des Achtelfinals in der UEFA Champions League feierte der deutsche Rekordmeister am 25. Februar 2020 einen humorlosen 3:0-Sieg beim FC Chelsea. Serge Gnabry traf zweifach. Auch Robert Lewandowski war einmal mehr erfolgreich.

Nur vier Tage später gab es ein denkwürdiges 6:0 bei der TSG 1899 Hoffenheim in der Bundesliga. Philippe Coutinho (doppelt), Serge Gnabry, Joshua Kimmich, Leon Goretzka und Joshua Zirkzee, der den geschonten Lewandowski vertrat, trafen. In den letzten Minuten schoben sich beide Teams nur noch den Ball hin und her, nachdem TSG-Mäzen Dietmar Hopp von den Bayern-Fans verschmäht wurde. Ein Skandal, der bis zum vollständigen Ausbrechen der Corona-Pandemie ein großes Thema blieb.

Im Februar 2020 hatte der FC Bayern München also sieben Pflichtspiele, gewann sechs davon, schoss 23 Tore und fing sich sechs Gegentore. Erfolgreichster Torschütze war Robert Lewandowski, der in nur sechs Einsätzen gleich sieben Mal traf. Serge Gnabry war sechs Mal erfolgreich.