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Ausgewechselt, frustriert und kritisiert: 3 Gründe warum Sane in 2021 trotzdem durchstartet

Leroy Sane
Foto: Adam Pretty/Getty Images

Für Leroy Sané waren die letzten Wochen alles andere als einfach. Nach einigen unglücklichen Auftritten entpuppte sich das Leverkusen-Spiel, bei dem ihm Flick ein- und auswechselte als negativer Höhepunkt. Nur einen Tag später kritisierte Karl-Heinz Rummenigge, dass Sané sich dem „Charakter der Mannschaft anpassen müsse“. Auch Lother Matthäus schimpfte, dass Sané derzeit kein Spieler sei, der den Bayern helfen kann. Während sich die Kritik am Neuzugang immer weiter zuspitzt, nennen wir drei Gründe, warum dieser in der Rückrunde durchstartet.

1. Sané genießt die Rückendeckung von Spielern und Verantwortlichen

„Ich glaube, dass es nicht mehr lange dauern wird, dass wir ganz anders über Leroy Sané sprechen werden. Er ist ganz nahe dran, dass der Knoten aufgeht, Mit diesem Speed und dieser Finesse wird er uns noch Spiele entscheiden“, erklärte Thomas Müller nach dem Leverkusen-Spiel. „Als er reinkam, hatten wir schon mehr Offensivzug über die rechte Seite. Nächstes Jahr zeigt er seine Qualitäten“, sprang auch Weltfußballer Lewandowski dem 24-jährigen zur Seite. Trainer Hansi Flick bestätigte auf der anschließenden PK ebenso, dass der Spieler all seine Unterstützung bekommen werde. Sätze, die belegen, dass die Mannschaft und der Trainerstab voll hinter Leroy Sané stehen. Dieser gehört zu den Spielern, die unbedingt Vertrauen benötigen, um die volle Leistungsstärke ausspielen zu können.

2. Sané ist nicht der erste Spieler, der nach einer Verletzung Anlaufzeit benötigt

Eine alte Fußball-Weisheit besagt: „Man braucht so lange, um nach einer Verletzung wieder in Form zu kommen, wie man verletzt war“. Blicken wir zurück, erkennen wir, dass Sané die ganze Hinrunde der Saison 2019/20 ausfiel. Aufgrund der Corona-Pandemie wurde die Zwangspause für Sané, nach seiner Kreuzbandverletzung, gleich nochmal verlängert. So kann man sagen, dass er erst zum Saisonstart 2020/21 wieder die Chance bekam, Spielrhythmus zu erlangen. Von daher ist es nicht verwunderlich, dass der Nationalspieler so seine Probleme hatte. Erschwerend hinzu kam eine weitere Knieverletzung, die ihm einige Wochen zusetzte. All das zu verkraften ist nicht leicht, zumal ein Flügelstürmer, wie Leroy Sane von seiner Fitness, seinem Tempo und einer gesunden Portion Selbstvertrauen lebt. Das alles in einer Zeit, in der sich der Nationalspieler ohnehin erst bei seinem neuen Verein zurechtfinden musste. Klar ist aber auch: In der Rückrunde ist die Schonfrist vorbei und die Zeit spricht dafür, dass Sané hier auch seine Qualitäten entfachen wird.

3. Sané ist nicht so weit weg vom Durchbruch

Schaut man sich die jüngsten Experten-Meinungen an, so könnte man zum Schluss kommen, dass Leroy Sané bislang völlig versagt hätte. Dem ist jedoch nicht so. Vielmehr wird der Außenbahnspieler derzeit schlechter gemacht, als er eigentlich ist. So belegen die Zahlen, dass der 24-jährige deutlich näher am Durchbruch dran ist, als es augenscheinlich den Eindruck hat. Wettbewerbsübergreifend gelangen Sané bislang fünf Tore und drei Vorlagen für die Bayern. Insgesamt also acht Scorer in 805 Minuten Spielzeit, im Schnitt alle 100 Minuten. Wenn der Bayern-Neuzugang bei diesen Zahlen so heftig kritisiert wird, zeigt das auch, zu welchen er in Top-Form er eigentlich in der Lage wäre. Auch wenn man sich die Spiele anschaut wird das Potenzial offensichtlich. So gelingt es diesem immer wieder mit rasanten Antritten und geschickten Bewegung Freiräume zu schaffen. Nur fehlte es häufig in Punkto Entscheidungsfindung und Präzision. Dinge, an denen Sané arbeiten muss und wird. Noch ist sein Spiel etwas unvollkommen, doch es ist nur eine Frage der Zeit, bis er seine Aktionen auch gut zu Ende bringt. Aus einer ähnlichen Lage konnte sich beispielsweise auch Kollege Kingsley Coman befreien.