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Nicht nur Weltklasse-Spieler: Wagner erklärt die Transferstrategie der Bayern

Jamal Musiala
Foto: ANDREAS GEBERT/POOL/AFP via Getty Images

Manchmal ist eben auch weniger mehr.  Zwar verfügen die Bayern über eine starke erste Elf, ausschließlich Weltklasse-Spieler befinden sich jedoch nicht im Kader. Bayerns Ex-Stürmer Sandro Wagner zufolge, ist dies genau der richtige Weg.

Vor allem in der Sommerpause wurde heftig darüber diskutiert, ob der Münchner Kader in der Breite den internationalen Ansprüchen gerecht wird. Kurz vor Transferschluss holten die Bayern zahlenmäßig noch einige Leute mit dazu, die jedoch nicht unbedingt zum obersten Regal gehören. „Du kannst den Kader nicht mit 20-25 Weltklasse-Spieler füllen, auch wenn es die Öffentlichkeit fördert und fordert. Du musst eine Philosophie herauskristallisieren und danach handeln. Ich finde, das macht der FC Bayern hervorragend“, lobt Wagner. Besonders hervor hebt der frühere Angreifer dabei die Arbeit von Hasan Salihamidzic hervor: „Die Strategie hat sich seitdem er das Sagen hat ein Stück weit geändert. Sie wollen 15-16 Weltklasse Spieler und den Kader mit guten Alternativen auffüllen, wie ich es war oder es jetzt Choupo-Moting oder Sarr sind“, erklärt er.

Bayerns Philosophie ebnet den Weg für die Jugend

Damit erhöht sich auch gleichermaßen die Chance für junge Spieler, bei den Münchnern Fuß zu fassen. „Du hast Platz für junge Spieler, die du aus dem Nachwuchsleistungszentrum einbauen kannst. Das ist auch ganz wichtig“, befindet der 33-Jährige. „Du musst der Jugend eine Chance geben und das kannst du nur tun, wenn du den Kader nicht mit zu vielen Weltklasse-Spielern auffüllst“, legt er sich fest. In der laufenden Saison sieht man bereits recht deutlich, was Wagner mit seinen Aussagen meint. So hätte ein Jamal Musiala vermutlich nie so viel Einsatzzeit bekommen, wenn anstelle von Rückkehrer Douglas Costa ein echtes Kaliber mitgekommen wäre. Gleiches gilt auch für Chris Richards, der ebenfalls auf Spielanteile verzichten hätte müssen, wenn noch ein teurer Verteidiger hinzugekommen wäre. Auch andere Youngstars wie Tiago Dantas oder Angelo Stiller fanden so den Weg in den Profikader.