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Lewandowski über Klopp: „Er war wie eine Vaterfigur für mich“

Robert Lewandowski
Foto: imago images

Spätestens mit der Auszeichnung zum Weltfußballer des Jahres hat Robert Lewandowski den Superstar-Status erreicht. Der 32-jährige Bayern-Stürmer hat einen langen und steinigen Weg aus der dritten polnischen Liga bis zum Triple-Gewinn mit den Bayern hinter sich. In einem Gastbeitrag für „The Players‘ Tribune“ hat Lewandowski nun auf seine bisherige Karriere zurückgeblickt und dabei betont wie wichtig Jürgen Klopp für seinen Werdegang war.

Als Lewandowski im Sommer 2010 von Lech Posen zu Borussia Dortmund wechselte, hätte kaum jemand ernsthaft gedacht, dass der Pole zehn Jahre später zum besten Fußballer der Welt gekürt wird. Der Angreifer hatte damals große Startschwierigkeiten beim BVB und war unter Jürgen Klopp nicht gesetzt – auch weil dieser den gelernten Mittelstürmer zum Zehner umschulen wollte.

Dennoch hat Klopp einen großen Einfluss auf die Karriere von Lewandowski gehabt, auch weil dieser fernab vom Platz stets ein offenes Ohr für ihn hatte.

„Sagen Sie mir einfach, was du von mir erwartest!“

In einem Gastbeitrag für „The Players‘ Tribune“, betonte Lewandowski, dass er anfangs auf der falschen Position gespielt hat: „Ehrlich gesagt war er sehr hart. In dieser Saison bin ich oft von der Bank gekommen. In der zweiten Hälfte habe ich mehr gespielt, aber dann als Zehner, hinter den Stürmern. Meine Lieblingsposition war aber die Neun“.

Nach einem klärenden Gespräch mit Klopp ging es jedoch bergauf: „Als meine zweite Saison begann, hatte ich immer noch zu kämpfen. Ich spürte auch, dass Jürgen etwas von mir wollte, aber ich verstand nicht genau was. Also bin ich nach einer wirklich schlimmen Niederlage gegen Marseille in der Champions League zu ihm gegangen und habe gefragt: „Jürgen, komm schon. Wir müssen reden. Sag mir einfach was du von mir erwartest!“

Kurioserweise hat Lewandowski aufgrund sprachlicher Barrieren nicht alles verstanden was Klopp ihm damals sagte, dennoch war dies der Wendepunkt für ihn in Dortmund.

Für Lewandowski war Klopp viel mehr als nur ein Trainer: „Ich konnte mit Jürgen über alles reden. Ich konnte ihm vertrauen. Er ist ein Familienmensch und er hat so viel Einfühlungsvermögen für das, was in deinem Privatleben vor sich geht. Jürgen war nicht nur eine Vaterfigur für mich“.