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Trotz massiver Defensivprobleme: Flick denkt nicht über taktische Änderungen nach

Thomas Müller
Foto: Lukas Barth-Tuttas - Pool/Getty Images

Der FC Bayern präsentiert sich in dieser Saison Defensiv so anfällig wie schon lange nicht mehr. Für viele Experten und Fans liegt dies auch an der Spielweise der Münchner. FCB-Coach Hansi Flick sieht dies nicht so und möchte seine bisherige Erfolgstaktik nicht anpassen.

Mit 24 Gegentore nach 15 Spielen hat der FC Bayern eine der schlechtesten Abwehrreihen in der Bundesliga. Nur Schalke, Mainz, Köln, Hoffenheim und Hertha BSC haben mehr Treffer kassiert.

Laut Ex-FCB-Profi Bastian Schweinsteiger haben die Gegner mittlerweile den „Bayern-Code entschlüsselt“. Der TV-Experte meint damit vor allem die sehr hoch stehende Viererkette der Bayern. Was im Vorjahr noch ein Erfolgsrezept war, hat sich binnen weniger Monate zu einem echten Problem entwickelt.

„Du kannst auch tiefer stehen und trotzdem die Fehler machen“

Während Fans und Experten auf Anpassung der alt-bewährten Taktik hoffe, sieht Flick keinen Anlass dazu: „Du kannst auch tiefer stehen und trotzdem die Fehler machen. Es hat damit zu tun, ob man den Laufweg des Gegenspielers mit aufnimmt. Das sind Automatismen, in die wir wieder reinkommen müssen. Da ist es zweitrangig, ob ich an der Mittellinie stehe oder zehn Meter dahinter“.

Der 55-jährige betonte, dass es auf die Einstellung ankommt: „Wenn man die Wege nicht mitmacht passiert das. Jetzt geht es darum, dass jeder der auf dem Platz steht, zu 100 Prozent seine Leistung und die Bereitschaft zeigt, wieder in die Spur zu kommen“. Laut Flick beschäftigt er sich tagtäglich mit taktischen Fragen: „Wir passen die Ausrichtung immer auch auf den Gegner an. Wir gehen nicht stur nach irgendwelchen Plänen, sondern passen immer auch etwas an“.