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Rummenigge: Boateng muss sich bei den Vertragsverhandlungen hinten anstellen

Jerome Boateng
Foto: Handout/FC Bayern via Getty Images

Für die Kollegen von Sport1 gab Bayerns Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge ein ausführliches Interview und ging dabei gewohnt kritisch mit sensiblen Themen um. Lob gab es vor allem für Hansi Flick und David Alaba, Schelte für Oliver Bierhoff. Aber auch zu aktuellen Vertragsverhandlungen hat sich der FCB-Boss geäußert, und bei Boateng noch einmal was klargestellt.

Jérôme Boateng befindet sich ungefähr in seinem dritten Bayern-Frühling. Nachdem schon unter Carlo Ancelotti und spätestens unter Niko Kovac seine Einsatzminuten immer weniger wurden, legte der FC Bayern ihm schon zwei mal Nahe, einen neuen Club zu suchen. Zwei mal scheiterte dieses Vorhaben aber. Entweder weil Boateng selbst nicht fündig wurde oder weil die Münchner ihn dann doch nicht abgeben wollten.

Unter Hansi Flick erlebte der gebürtige Berliner in der letzten Saison dann eine beispiellose Renaissance. Er wurde wieder zum Stammspieler und war neben Alaba aus der Innenverteidigung nicht mehr wegzudenken. Diese neu gefundene Liebe gipfelte im August in Lissabon beim Gewinn der Champions League gegen Paris St. Germain.

„Jérôme weiß in dieser Richtung Bescheid. Diese Geduld hat er“

Und trotzdem sind sich auch aktuell in dieser Phase die Bosse uneinig darüber, wie und ob man mit Boateng weitermacht. Der Vertrag des Ex-Nationalspielers läuft am Ende der Saison aus. Man ist zumindest in Gesprächen. Rummenigge betont im Sport1-Interview aber auch: „Bei uns ist es Usus, dass wir bei Spielern über 30 um Geduld bitten. Auch, wenn der Vertrag ausläuft. Jérôme weiß in dieser Richtung Bescheid. Diese Geduld hat er. Dann wird man sich zu einem passenden Zeitpunkt hinsetzen und eine gemeinsame Entscheidung treffen.“

Für Manche klingt diese Aussage nach einer Hinhalte-Taktik, für Andere ist der Vorgang in dieser Corona-Pandemie wohl angemessen. Ein verdienter Spieler wie Boateng will mit seinen 32 Jahren natürlich noch mal das Maximum aus einem neuen Arbeitspapier rausholen.
Da ist nur verständlich, wenn der Vertrag von Niklas Süle (25, Vertag bis 2022) und die Verpflichtung von Dayot Upamecano (22) Priorität genießen. „Wir haben jetzt erstmal gewisse Hausaufgaben zu machen. Wenn diese erledigt sind und man klare Ergebnisse hat, wird man weitersehen“, sagte Rummenigge weiter.

Wenn die wirtschaftlichen Voraussetzungen passen, sollte eine Verlängerung absolut realisierbar sein für den FC Bayern, aus sportlicher Sicht sowieso. Ungern würde man nach David Alaba und Javi Martínez den nächsten Helden von Wembley 2013 nach dieser Saison ziehen verlieren.

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