Champions League

Enthüllt: Die UEFA möchte mit der CL-Reform den Super League-Plänen entgegenwirken

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Foto: VALERY HACHE/AFP via Getty Images

Schon seit geraumer Zeit machen Meldungen die Runde, wonach die UEFA mit Hochdruck an einer Reform der Champions League arbeitet. In den vergangenen Wochen sind immer mehr Details durchgesickert. Aktuellen Medienberichten zufolge könnte die Novellierung der Königsklasse bereits Ende April verabschiedet werden.

Höher, schneller, weiter: Die Champions League hat in den vergangenen Jahren eine rasante Entwicklung hingelegt, vor allem aus finanzieller Sicht. Sportlich hingegen scheint die Königsklasse nach und nach ihren Reiz zu verlieren für die Klubs, vor allem die Gruppenphase ist laut Karl-Heinz Rummenigge „langweilig“ und „vorhersehbar“ geworden.

Kurioserweise überlegt die UEFA derzeit das Teilnehmerfeld nochmals zu erweitern und zeitgleich den Modus in der Vorrundenphase anzupassen. Ziel ist es auch mit der CL-Reform den Super League-Pläne von vielen südeuropäische Klubs entgegen zu wirken.

CL-Reform stößt nicht überall auf Zustimmung

Laut der „BBC“ und dem „Daily Telegraph“ soll die Champions League von 32 auf 36 Teilnehmer aufgestockt werden. Neu wäre zudem die Tatsache, dass mindestens zwei Team seine sog. Wild Card erhalten. Diese Mannschaften würden damit an der CL teilnehmen können, obwohl sie die sportliche Qualifikation zuvor verpasst haben. Die Vergabe der Wild Cards erfolgt anhand der Koeffizienten-Rangliste der UEFA.

Wäre die Reform bereits beschlossen und sofort greifen, würden Borussia Dortmund und der FC Chelsea stand heute davon profitieren. Beide wären nach derzeitigem Stand in ihrer nationalen Liga nicht für die CL qualifiziert, würden aber über die Koeffizienten-Wertung dennoch daran teilnehmen dürfen.

Die UEFA hat ihre Reformpläne in den vergangenen Wochen den nationalen Ligen und Verbänden präsentiert. Vor allem die Wild Cards kamen dabei nicht besonders gut an. Auch die Bundesliga soll Bedenken geäußert haben, dass die sportliche Qualifikation ausgehebelt wird.

Auch die Tatsache, dass die Vorrundenphase durch das erweiterte Teilnehmerfeld um vier weitere Spiele vergrößert wird stößt nicht bei allen Klubs auf Gegenliebe. Schon jetzt klagen viele Vereine über die zu hohe Belastung, die es auch vor Corona schon gab. Vor allem in England ist man skeptisch.

Real und Barca treiben die Super League-Pläne weiter voran

Englischen Medienberichten zufolge möchte die UEFA zeitnah Nägel mit Köpfen machen. Demnach forciert man einen Beschluss der CL-Reform Ende April dieses Jahres, bei der kommenden Exekutivkomitee-Versammlung des Verbands. Hintergrund: Die beiden spanischen Top-Klub Real und Barca sind von den Reformplänen nicht wirklich überzeugt und halten nach wie vor an ihren Super League-Plänen fest. Mit einer schnellen CL-Reform erhofft sich die UEFA jedoch dieses Vorhaben der Klubs einzustampfen.