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Sinnbild für die Krise: Thiago steht bei Liverpool (gewaltig) in der Kritik

Thiago
Foto: Michael Regan/Getty Images

Im Sommer entschied sich Bayerns Triple-Held Thiago Alcantra dafür, beim FC Liverpool ein neues Kapitel zu starten. Dort läuft es für den technisch brillanten Spanier jedoch bisher nicht nach Plan. So steht der Neuzugang sinnbildlich für die Krise der Reds in der laufenden Saison.



In München vermisst man die Leichtigkeit und die spielerischen Qualitäten von Thiago Alcantara. So war dem Mittelfeld gerade in Abwesenheit von Joshua Kimmich die fehlende Ballkontrolle und Kreativität anzusehen. Allerdings gelang es dem ehemaligen Bayern-Star auf der Insel bisher noch nicht, seine unbestritten hohen Fertigkeiten in die Waagschale zu werfen. So heftet seit Saisonbeginn das Pech an Thiagos Schultern. Alles begann mit einer Corona-Infektion, die dem Mittelfeldspieler wichtige Wochen kostete, um sich in der Mannschaft zu integrieren. Noch schwerwiegender war jedoch seine anschließende Knieverletzung, die dazu führte, dass Thiago nach 15 Spieltagen erst zweimal zum Einsatz kommen konnte. Seit seinem Comeback Ende Dezember spielte sich der Spanier zwar in die erste Elf, blieb dabei aber unter den Erwartungen. So trug auch er dazu bei, dass die Reds lediglich acht Punkte aus den letzten neun Spielen sammelten.

Thiago verursacht Elfmeter und erlebt heftige Kritik

Nach der jüngsten Pleite der Klopp-Elf gegen Leicester City, steht Thiago Alcantara nun im Zentrum der Kritik. So verursachte er einen Elfmeter, der zum zwischenzeitlichen 1:1-Ausgleich von Leicester führte. Was folgte, war Kritik sowohl auf als auch abseits des Platzes. So nahm sich Kapitän Jordan Henderson den Triple-Sieger mit deutlichen Worten zur Brust, während Liverpool-Legende Jamie Carragher auf Twitter wütete. „Thiago war defensiv verantwortlich“, kritisierte dieser auf seinem Account.

Der frühere Verteidiger Robert Huth bemängelte schon zuvor, dass Thiago nicht die Energie für den Power-Fußball von Jürgen Klopp habe. Auf ähnliche Art und Weise bewertete schließlich auch das „Liverpooler Echo“ die Leistung des 29-jährigen. „Er kämpfte mit dem Tempo des Spiels, war zu oft nicht eingebunden und defensiv nicht stark genug,“ so das wenig vernichtende Urteil.

Zum Schutz des Spielers sei jedoch, gesagt, dass dieser nach der Triple-Saison mit den Münchner nur eine kurze Sommerpause hatte und im Anschluss durch die Corona-Erkrankung und Knieverletzung nie in den Rhythmus kommen konnte. So sollte man Thiago, der von seinen Anlagen noch immer einer der stärksten Mittelfeldspieler der Welt ist, definitiv noch nicht vorschnell abschreiben. Jedoch muss dieser Schnell zulegen, wenn es in dieser Saison noch zu einem Titelgewinn reichen soll.

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