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Rummenigge über die Kritik am Profifußball: „Wir können nicht bei der UEFA sagen, wir spielen nicht“

Karl-Heinz Rummenigge
Foto: Matthias Hangst/Bongarts/Getty Images

Der FC Bayern wurde in den vergangenen Wochen scharf für seine Teilnahme an der FIFA Klub-WM kritisiert. Auch die Tatsache, dass die Münchner in der CL quer durch ganz Europa fliegen, stößt bei vielen Menschen in Deutschland auf Unverständnis. Laut Karl-Heinz Rummenigge haben die Münchner jedoch faktisch keine andere Wahl.



Während ein Großteil der Menschen in Europa unter den Lockdown-Maßnahmen leiden und vor allem auf das Reisen verzichten müssen, rollt der Ball im Profi-Fußball fast ohne Beschränkungen weiter. Vor allem die CL-Spiele, die derzeit auf dem gesamten Kontinent ausgetragen werden, sorgen dafür, dass viele Menschen dem Fußball sehr kritisch gegenüberstehen. Das Bild von „privilegierten Fußballmillionären“ die sich zu viel herausnehmen können, ist auch in Deutschland weit verbreitet.

Laut Karl-Heinz Rummenigge trägt die Bundesliga jedoch nicht die Verantwortung dafür: „Man darf dem deutschen Fußball keinen Vorwurf machen, dass Leipzig nach Budapest reisen musste, dass Mönchengladbach nach Budapest reisen muss.  Das ist keine Entscheidung der deutschen Klubs, sondern der UEFA. Sie ist diskussionswürdig. Aber wir üben unseren Beruf aus und versuchen, unseren Beruf aufrecht zu erhalten.“, betonte dieser im „Aktuellen Sportstudio“.

„Wir wollen keine Sonderrolle“

Der 65-jährige sieht vor allem die UEFA in der Verantwortung: „Wir wollen keine Sonderrolle. Wir können nicht bei der UEFA sagen, wir spielen nicht. Die UEFA zwingt uns zu spielen. Die Spieler sind jeden Tag getestet worden und trotzdem gibt es leider den Fall Thomas Müller. Wir müssen aufpassen, dass wir aus der Fußball-Debatte keinen Neid-Debatte machen.“

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