FC Bayern News

Letzte Chance für Cuisance: Die Bayern hoffen auf ein Happy End

Michael Cuisance
Foto: NICOLAS TUCAT/AFP via Getty Images

Zunächst sah es so aus, als könnte Michael Cuisance (21) nach seiner Leihe zu Olympique Marseille ein erfolgreicher Neustart gelingen. Doch mittlerweile hat sich das Blatt gewendet und der FC Bayern scheint sein ungeliebtes Talent zurückzubekommen. Eine Chance gibt es allerdings noch.



Die Erleichterung in München war groß, als Michael Cuisance, der zuletzt immer wieder für Unruhe sorgte, einen neuen Verein gefunden hatte. Mit Olympique Marseille hatte man sich auf ein Leihgeschäft mit Kaufoption verständigt. Doch der deutsche Rekordmeister wird den Franzosen im Sommer aller Voraussicht nach zurückbekommen.

Für acht Millionen Euro Ablöse war der 21-Jährige im Sommer 2019 von Borussia Mönchengladbach gekommen und konnte die Erwartungen nie erfüllen. Er bestritt lediglich elf Spiele für die 1. Mannschaft (ein Tor, eine Vorlage). Zwischenzeitlich wurde er zum FC Bayern München II in die 3. Liga delegiert und legte sich im Training mit Superstar Robert Lewandowski (32) an.

Im späten Sommer schlug Olympique Marseille zu und lieh Cuisance aus. Zudem sicherten sie sich ein Kaufrecht in Höhe von 18 Millionen Euro Ablöse. Für die Bayern könnte der Franzose also doch noch zu einem lukrativen Geschäft werden.

Jedoch: Nach gutem Saisonstart ist Marseille in der französischen Liga auf Rang sieben abgestürzt. Eigentlich möchte sich der traditionsreiche Klub erneut für die UEFA Champions League qualifizieren, die aktuell in weite Ferne gerückt ist. Ohne die Einnahmen der großen europäischen Wettbewerbe wäre ein Transfer wie Cuisance nicht zu realisieren.

Neuer Trainer in Marseille: Cuisances letzte Chance?

Nach Informationen der „L’Equipe“ sind die Klub-Bosse von Michael Cuisance sowieso überzeugt und möchten die Kaufoption nicht ziehen. „Er muss auf dem Platz etwas disziplinierter werden und seine Qualitäten in den Dienst des Teams stellen“, sagte Interimstrainer Nasser Larguet (62) über das Talent. Mit André Villas-Boas (43) wurde zudem Cuisances größter Förderer im Klub entlassen. Larguet, der derzeit das Training leitet, fällt ein hartes Urteil: „Er ist in der Lage, erstaunliche Dinge zu leisten aber in unserer Situation brauchen wir Spieler, die den Teamgeist fördern.“

In diesem Jahr stand Cuisance nur in drei Ligaspielen in der Startelf. Insgesamt spielte er in dieser Saison 18 Mal in der Ligue 1, erzielte kein Tor und bereitete einen Treffer vor. Nur ein einziges Mal spielte er über die vollen 90 Minuten.

Eine Resthoffnung bleibt für alle Beteiligten: Jorge Sampaoli (60) wird neuer Trainer der Südfranzosen und könnte mit seiner Ideen von einem technisch anspruchsvollen Offensivfußball wieder mehr auf Cuisance setzen. Sollte der 21-Jährige überzeugen und Marseille doch noch in den Europacup einziehen, könnte OM die Kaufoption womöglich doch noch ziehen. In München hofft man nach wie vor auf ein Happy End. Die 18 Mio. Euro könnte auch der deutsche Branchenprimus in Corona-Zeiten gut gebrauchen.

Weitere FC Bayern News und Storys gibt es auf fcbinside.de