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Rafinha kritisiert Kovac scharf und adelt Guardiola: „Er war der Beste“

Rafinha
Foto: Kaspar-Bartke/Bongarts/Getty Images

Der Brasilianer Rafinha war für die Münchner ein Spieler, wie ihn jeder Trainer gerne in der Mannschaft hat. Erfahren, verlässlich und immer auf den Vorteil der Mannschaft bedacht. Ganze acht Jahre verbrachte der heute 35-Jährige in München und stand dabei nur selten im Vordergrund. An seiner Wichtigkeit fürs Team zweifelte jedoch kaum jemand. Denkt der Außenverteidiger jedoch an seine verschiedenen Trainer zurück, schwankt er zwischen Verehrung und heftiger Kritik. 



Mittlerweile ist es fast zwei Jahre her, als die legendäre Münchner Flügelzange am 34. Spieltag die FCB-Fans ein letztes Mal verzückte. Beim 5:1 Erfolg gegen Frankfurt trafen sowohl Ribery als auch Robben und sorgten für ein fast schon zu kitschiges Ende einer langen erfolgreichen Zeit. Nur einer hatte an diesem Tag nicht ganz so viel Freude. Die Rede ist von Rafinha, der beim großen Abschied beider Stars wieder einmal im Schatten stand. Aufgrund eines frühen verletzungsbedingten Wechsels und der Hereinnahme von Ribery und Robben, konnte Trainer Niko Kovac dem Brasilianer keinen würdigen Abschied bescheren. Robbery im Blitzlicht und Rafinha im Schatten: Irgendwie sinnbildlich für all die Jahre.

So ganz verdaut hat der 35-Jährige diesen Moment noch nicht. „Er hat es mir verwehrt, ein letztes Mal für Bayern zu spielen und mir meinen Abschied verdorben“, haderte er gegenüber „ESPN“. Warm wurde dieser mit Kovac zu keiner Zeit. „Er hat mich nicht respektiert“, klagt er. „Er ist ein vielversprechender Coach und wird eine wunderbare Karriere haben“, zeigt er sich jedoch versöhnlich. Deutlich tiefer liegt der Groll dagegen gegenüber Felix Magath, den er aus Schalker Zeiten kennt. „Es war wie beim Militär, er hat regiert. Ich hatte viel Ärger mit ihm“, erinnert er sich.

Rafinha legt sich fest: Guardiola war der Beste

Deutlich besser kommen dagegen die anderen früheren Bayern-Trainer weg. „Jupp Heynckes war einer der besten Trainer, die ich je hatte“, lobt er die Münchner Trainerikone. Von dessen Nachfolger schwärmt er jedoch noch mehr. „Pep Guardiola war der Beste“, legt er sich fest. Worte, die man von ehemaligen Spieler Guardiolas immer wieder hört. Eine ganz besondere Beziehung hatte Rafinha auch zu Carlo Ancelotti. Der Italiener sei wie ein Vater gewesen und wird vom Rechtsverteidiger als „heiliges Monster“ betitelt. Was auch immer dieser Begriff heißen mag, so versteht der Abwehrmann definitiv etwas Positives darunter. Derweil geht dessen Laufbahn in Europa langsam aber sicher dem Ende entgegen. Nachdem sein Vertrag in Piräus aufgelöst wurde, steht wohl eine Rückkehr nach Flamengo in die brasilianische Heimat bevor.