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Löw setzt auf das Bayern-Duo „Sanabry“ – Timo Werner ist der Leidtragende

Leroy Sane und Serge Gnabry
Foto: imago images

Im Vorfeld der Europameisterschaft im Sommer könnte Bundestrainer Joachim Löw (61) von Luxussorgen geplagt sein. Der scheidende Weltmeister-Coach von 2014 hat mit Serge Gnabry (25) und Leroy Sané (25) vom FC Bayern und Kai Havertz (21) vom FC Chelsea ein aufregendes Offensivtrio, das auch Timo Werner (25) ausgebremst hat.



12 und 13 Minuten Einsatzzeit. Das ist die Bilanz von Chelseas Timo Werner (25) bei den jüngsten WM-Qualifikationsspielen der deutschen Nationalelf gegen Island (3:0) und Rumänien (1:0). Aufgrund der großen Konkurrenz in der Offensive ist der ehemalige Leipziger nur noch Bankdrücker. Laut der „BILD Zeitung“ wird sich daran in absehbarer Zeit auch nichts verändern.

Mit Serge Gnabry, Leroy Sané und Kai Havertz könnte Bundestrainer Joachim Löw sein neues Offensivtrio nun gefunden haben. Die drei zeigten sich auch gegen die Rumänen äußerst spielfreudig, vergaben aber reihenweise gute Gelegenheiten. Das Tor des Tages erzielte Bayern-Star Gnabry, der bereits das 15. Tor im 19. Länderspiel (sechs Assists) erzielte. Vorbereitet wurde der Treffer von Kai Havertz, der nun bei zwölf Länderspielen, drei Toren und sieben Vorlagen steht.

Der Verlierer 2021 scheint bislang also Timo Werner zu sein. Dass er auch gegen Rumänien erst spät ins Spiel kam, begründete Bundestrainer Löw folgendermaßen: „Natürlich ist es wichtig, sich einzuspielen in diesem Jahr, nachdem wir im letzten Jahr zwangsläufig viele Wechsel hatten. Ich habe lange nicht gewechselt, weil wir das Spiel unter Kontrolle hatten. Wir haben kaum Torchancen zugelassen und hatten gute Angriffe nach vorne. Wir standen auch gut. Vorne waren wir immer wieder gefährlich mit Sané und Gnabry. Von daher war es nicht zwingend notwendig.“

Jogi will Automatismen schaffen – und lobt formschwachen Werner

Joachim Löw fordert von den ersten Länderspielen 2021 ganz explizit: „Einspielen, Automatismen, Team schaffen – das steht in dieser Woche an erster Stelle.“ Mit Gnabry, Sané und Havertz hat er ein Offensivtrio, das sich nun immer besser einzuspielen scheint. Doch auch Werner wird von Löw gelobt, den er als „brandgefährlichen Spieler mit unglaublicher Schnelligkeit“ kennzeichnet. „Ich weiß, was er kann. Timo hat viele Tore geschossen, ist ein wichtiger Spieler für uns“, so der Bundestrainer weiter.

Ob Deutschland am Mittwoch in Duisburg gegen Nordmazedonien mit derselben Offensive beginnen wird, ist noch offen. Womöglich bekommt Werner aber doch noch eine Chance von Beginn an. Der Angreifer vom FC Chelsea ist mittlerweile seit exakt vier Jahren Nationalspieler und kommt auf 37 Einsätze, 15 Tore und drei Vorlagen.

In der englischen Premier League hat Werner mehr und mehr mit Problemen zu kämpfen. Nach starkem Start gelang ihm im Kalenderjahr 2021 in 14 Spielen nur ein einziges Tor. Insgesamt sind es in 28 Ligapartien fünf Tore und acht Vorlagen. Eklatant ist seine mangelnde Chancenverwertung, die ihm in England bereits Hohn und Spott einbrachte.