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Jürgen Kohler legt sich fest: „Nur Thomas Müller sollte ein DFB-Comeback feiern“

Thomas Müller und Jerome Boateng
Foto: imago images

Mittlerweile dürfte es kaum noch einen Experten oder Ex-Spieler geben, der sich noch nicht zur Thematik „Müller, Boateng und Hummels“ geäußert hat. Nun hat auch Jürgen Kohler seine Meinung kundgetan. Im Interview mit „Goal“ und „SPOX“ erklärte der frühere Dortmunder, dass nur einer der drei Akteure dem DFB-Team noch helfen könne. 



Insbesondere beim dritten WM-Qualifikationsspiel gegen Nordmazedonien offenbarte das DFB-Team große Probleme. Nicht mit dabei waren erneut Thomas Müller, Jerome Boateng und Mats Hummels, die nach der WM 2018 aussortiert wurden. Die Stimmen nach den drei Routiniers werden folgerichtig immer lauter. Kohler will sich diesen jedoch nur bedingt anschließen. „Aus meiner Sicht sollte noch Thomas Müller dazukommen, aber außer ihm sehe ich keinen anderen mehr in der Liga. Da wird mir zu viel Populismus betrieben“, so der 55-Jährige.

Kohler legt sich fest: „Der einzige auf konstant hohem Level war Müller“

Kohler bemängelt jedoch nicht das fortgeschrittene Alter der beiden Abwehrspieler, sondern schlichtweg fehlende Leistung. „Wenn man genau auf die Spiele schaut, stellt man fest, dass Hummels und Boateng trotz ihrer großen Verdienste um die Nationalmannschaft nicht fehlerfrei durch diese und auch die vergangene Saison gegangen sind. Davon kann man sie nicht freisprechen“, befindet er. Eine Meinung, die man logischerweise nicht teilen muss und die auch nicht jeder teilen wird. So muss man sich schon die Frage stellen, warum ein wesentlicher Bestandteil des Triple-Siegers und ein Führungsspieler des Vize-Meisters zu schlecht sein sollen, während beispielsweise ein Jonathan Tah regelmäßig im Kader steht. Der junge Leverkusener war in den letzten beiden Jahren nicht mal beständiger Stammspieler. Dazu kommen die permanenten Wackler in der deutschen Defensive, die beweisen, dass nun mal keiner der Akteure fehlerfrei ist. Trotz allem sieht Kohler nur in Müller eine Verstärkung. „Er ist der einzige, der wirklich konstant auf hohem Level gespielt hat“, untermauert er seine Ansicht.