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Flick lässt Bayern-Zukunft offen: FCB-Bosse sind bereits informiert

Hansi Flick
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Die sportliche Zukunft von Hansi Flick bleibt weiterhin das alles bestimmende Thema beim FC Bayern. Auch wenn sich der 56-jährige nicht mehr dazu (öffentlich) äußern möchte, scheint es hinter den Kulissen zu brodeln. Aktuellen Medienberichten zufolge hat der Flick Bayern-intern bereits seine Unzufriedenheit thematisiert.



Ausgerechnet in den entscheidenden Wochen der Saison tun sich zahlreiche Nebenkriegsschauplätze beim FC Bayern auf. Neben der Verletzung von Robert Lewandowski, dem Bayern-Aus von Jerome Boateng und der Covid-19-Infektion von Serge Gnabry ist auch die sportliche Zukunft von Hansi Flick weiterhin ein omnipräsentes Thema an der Isar. Karl-Heinz Rummenigge hat zuletzt deutlich gemacht, dass die Münchner ihren Erfolgscoach am Ende der Saison nicht in Richtung DFB ziehen lassen werden. Flick lässt sich indes alle Optionen offen, wie und wo es kommenden Sommer mit ihm weitergeht.

Flick ist unzufrieden mit seiner Arbeitssituation

Wie die „Sport BILD“ berichtet, gibt es erste Anzeichen dafür, dass Flick den FC Bayern im Sommer verlassen könnte. Laut dem Blatt ist der 56-jährige bereits bei den Bayern-Bossen vorstellig geworden und hat sich über seine „aktuellen Arbeitssituation“ beschwert. Demnach wird sich dieser nach der Saison intensiv Gedanken machen, ob er beim deutschen Rekordmeister weitermachen möchte oder nicht. Diese Entscheidung soll nicht im direkten Zusammenhang mit dem vakanten Bundestrainer-Job stehen. Die anhaltenden Spannungen zwischen Sportvorstand Hasan Salihamidzic und Flick spielen dabei eine deutliche größere Rolle.

Flick wünscht sich mehr Mitspracherechte bei Kader und Transfer-Fragen. Salihamidzic beansprucht dieses Themenfelder jedoch für sich und sieht dahin die Hauptaufgaben eines Sportvorstands. Laut der „Sport BILD“ haben sich Bayern-intern mittlerweile zwei Lager gebildet. Während der scheidende Klubchef Rummenigge Flick den Rücken stärkt, kann Salihamidzic auf die Unterstützung von Mentor Uli Hoeneß bauen, der zugleich Aufsichtsratsmitglied ist. Bezeichnend dafür: Auch das Verhältnis zwischen Rummenigge und Hoeneß ist deswegen erneut abgekühlt.

Die große Unbekannte ist aktuell Oliver Kahn. Der 51-jährige hat mit seinen jüngsten Aussagen zu Flick für neue Unruhe gesorgt. Nach Informationen der „Sport BILD“ will der zukünftige Vorstandsboss für keine Seite Partei ergreifen. Kahn hat jedoch Zweifel, ob Flick kommende Saison weiterhin auf der Bayern-Trainerbank sitzt. Dementsprechend hält er sich mit markanten Ansagen a la Rummenigge zurück. Während dieser am Ende des Jahres den Verein verlässt und wenig zu verlieren hat, nimmt Kahn 2022 erst richtig Fahrt auf und will sich bei der Trainerfrage nicht die Finger verbrennen.

Auch wenn Flick derzeit alles andere als zufrieden ist und man seinen Frust und Ärger hin und wieder spürt, wie aktuell in der Causa Jerome Boateng, wird dieser in der laufenden Saison keine öffentliche Debatte um seine Person und Zukunft befeuern. Erst nach Abschluss der Saison, idealerweise wenn die sportlichen Ziele erreicht wurden, wird Flick die nötigen Schlüsse ziehen. Welches das sein werden ist stand heute vollkommen offen.