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Hamann über das Boateng-Aus: „Das ist gefährlich für den FC Bayern“

Jerome Boateng
Foto: imago images

Sportvorstand Hasan Salihamidzic hat diese Woche offiziell bestätigt, dass die Bayern den auslaufenden Vertrag mit Jerome Boateng nicht verlängern werden. Nach David Alaba verlässt damit ein zweiter langjähriger Spieler den deutschen Rekordmeister am Ende der Saison. Das Boateng-Aus sorgt bei vielen Fans für Unverständnis, auch TV-Experte Dietmar Hamann kann diese Entscheidung nicht nachvollziehen und sieht darin sogar eine große Gefahr für die Münchner.



Nach zehn Jahren beim FC Bayern wird Boateng kommenden Sommer die Münchner endgültig verlassen Der 32-jährige wurde in den vergangenen Jahren immer wieder mit einem vorzeitigen Abschied in Verbindung gebracht, kämpfte sich unter Hansi Flick jedoch wieder zurück und war mit seinen starken Leistungen in der Vorsaison maßgeblich am Triple-Gewinn beteiligt.

Warum die Münchner den Vertrag des Routiniers nicht verlängern ist bisher unbekannt. Gerüchten zufolge ist Boateng den Bayern-Bossen zu teuer und zu verletzungsanfällig. Neben der Entscheidung Boateng ablösefrei ziehen zu lassen am Ende der Saison, sorgt vor allem die Art und Weise wie dessen Abschied publik wurde für viel Aufsehen.

„Es gibt kein gutes Bild ab, was die Bayern derzeit machen“

Der ehemalige Bayern-Spieler und TV-Experte Dietmar Hamann ist überrascht, wie man mit dem „verdienten Spieler und zweifachen CL-Sieger“ in den letzten Tagen umgegangen ist. Im „BILD“-Podcast „Bayern-Insider“ von Christian Falk äußerte er sich wie folgt dazu: „Es ist natürlich schon gefährlich. Es gibt kein gutes Bild ab, was die Bayern derzeit machen.“ Hamann verwies insbesondere auf die jüngsten Aussagen von Uli Hoeneß, als dieser sich öffentlich gegen ein DFB-Comeback von Boateng ausgesprochen hat: „Wenn die Bayern anfangen Vereinspolitik öffentlich im Fernsehen zu machen, dann ist schon ein Punkt erreicht an dem sie mal einen Schritt zurück machen sollten und schauen ob das alles so ein gutes Bild abgibt.“

Hamann befürchtet, dass hinter den Kulissen ein Machtkampf beim FC Bayern entfacht ist zwischen Uli Hoeneß und Hasan Salihamidzic auf der einen Seite und Hansi Flick und Karl-Heinz Rummenigge auf der anderen.