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Effenberg ätzt gegen die Bayern: „Sie vergraulen Flick“

Stefan Effenberg
Foto: Lars Baron/Bongarts/Getty Images

Immer mehr Experten und Ex-Spieler schalten sich in den Zoff zwischen Hansi Flick und Hasan Salihamidzic mit ein. Stefan Effenberg schließt sich dabei unter anderem der Meinung von Lothar Matthäus an und glaubt an einem Abgang von Hansi Flick. Begeistert ist der Ex-Bayer davon jedoch keineswegs. 



Der Verbleib von Trainer Hansi Flick steht weiterhin in den Sternen. Zuletzt deuteten aber einige Aussagen darauf hin, dass der 56-Jährige die Bayern nach Saisonende verlässt. Stefan Effenberg schließt sich dem allgemeinen Tenor an, dass entweder Flick oder Salihamidzic den Klub verlassen wird. Der früheren Mittelfeld-Leader vermutet, dass „der FC Bayern Hansi Flick vergrault“. Der 52-Jährige spricht sich jedoch klar für den Münchner Coach aus. „Er ist der beste Trainer für den Bayern. Es gibt niemanden, der auch nur im Ansatz so gut passt und Erfolge verspricht. Er hat die Bayern zu dem gemacht, was sie heute sind“, stellt er gegenüber „t-online.de“ klar.

Effenberg kritisiert fehlendes Mitspracherecht von Flick: „Absurd“

Der Champions-League-Sieger von 2001 stellt sich jedoch nicht nur auf die Seite von Hansi Flick, sondern zeigt sich auch für dessen Situation Verständnis. Dieser glaubt, dass Flick irgendwann die Lust verliert, zumal die „internen Grabenkämpfe an die Substanz gehen“. Diese beruhen zum Großteil auf Unstimmigkeiten bezüglich der Kaderplanung. „Wie soll er den Erfolg gewährleisten, wenn er nicht die Spieler bekommt, die er braucht“, wundert sich Effenberg. Damit positioniert er sich klar dafür, dass Trainer bei Transfers ein Mitspracherecht haben sollen. Alles andere sei ihm zufolge „absurd“, „fatal“ und „ein Rätsel“.

Effenberg legt sich fest: „Salihamidzic hat Flick überrumpelt“

Dieses Mitspracherecht macht jedoch nicht nur bei Zugängen, sondern auch bei Abgängen Sinn, wo wir beim Thema Jerome Boateng wären. Im Gegensatz zu den Bayern-Bossen dürfte Flick nämlich gar nicht begeistert davon sein, dass Boateng den Verein im Sommer verlassen muss. Effenberg bezeichnet den Abgang des 32-Jährigen als „Fehler“. Viel mehr wundert ihn jedoch die Kommunikation von Hasan Salihamidzic. „Er hat vor dem Hinspiel gegen Paris dessen Abschied zum Saisonende verkündet – und damit offensichtlich Flick überrumpelt. Eine Kommunikation zu diesem wichtigen Thema hat zwischen den beiden also nicht stattgefunden“, bemängelt Effenberg.