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Scholl über den Flick-Salihamidzic-Zoff: „Das hätte eigentlich funktionieren müssen“

Thomas Müller
Foto: imago images

Hansi Flick möchte den FC Bayern am Ende der Saison verlassen. Auch wenn sich der 56-jährige bisher nicht über seine konkreten Beweggründe geäußert hat, liegen diese auf der Hand. Übereinstimmenden Medienberichten zufolge ist das angespannte Verhältnis zu Sportvorstand Hasan Salihamidzic ausschlaggebend für dessen Entscheidung. Für Ex-Bayern-Spieler Mehmet Scholl ist dieser Umstand nur schwer nachvollziehbar, denn aus seiner Sicht passen die beiden sehr gut zusammen.



Im Vorjahr haben Flick und Salihamidzic gemeinsam das historische Triple mit dem FC Bayern gewonnen und zu diesem Zeitpunkt gab es keine wirklichen Anzeichen dafür, dass das Verhältnis der beiden dermaßen angespannt ist, dass der FCB-Coach kommenden Sommer freiwillig das Handtuch wirft. Bedingt durch die zahlreichen Zwischenfälle in den vergangenen Monaten überrascht der Flick-Abschied am Ende der Saison die wenigsten, dennoch ist dieser für viele schwer nachvollziehbar. Auch Ex-FCB-Profi Mehmet Scholl kann nicht wirklich nachvollziehen, warum es zwischen Flick und Salihamidzic nicht geklappt hat.

„Brazzo ist ein überragender Typ“

Im „BILD“-Podcast „Bayern-Insider“ äußerte sich Scholl wie folgt zu dem Flick-Salihamidzic-Zoff: „Ich kann gar nicht beurteilen warum es nicht geklappt hat, dafür bin ich zu weit weg. Das hätte aber eigentlich funktionieren können und müssen. Brazzo ist so ein überragender Typ, genau wie Hansi.“ Laut Scholl strebt Flick mehr „Lebensqualität“ an. Der 50-jährige verwies darauf, dass der FCB-Coach 1,5 extrem intensive Jahre in München hinter sich hat und womöglich nicht mehr die Lust hat auf den täglichen Stress.

Derzeit ist vollkommen offen, wohin es Flick kommenden Sommer zieht, mit Blick auf die Aussagen von Scholl scheint ein Wechsel zum DFB immer mehr Sinn zu machen, da der 56-jährige als Bundestrainer nicht mehr im Tagesgeschäft „gefangen“ ist und dadurch deutlich mehr Zeit für seine Familien hätte.