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Hamann attackiert Flick: „Er ist den Bayern in den Rücken gefallen“

Hansi Flick
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Trotz eines gültigen Vertrages bis 2023 hat Bayern-Coach Hansi Flick vor einer Woche angekündigt, dass er den FCB im Sommer vorzeitig verlassen möchte. Vor allem der Zeitpunkt der Bekanntgabe erzürnte die Bayern-Bosse, zumal eigentlich vereinbart war, dass bis zur Partie gegen Mainz 05 stillschweigen herrschen sollte. Sky-Experte Dietmar Hamann hat das Verhalten des 56-Jährigen nun scharf kritisiert.



Nach der Partie gegen den VfL Wolfsburg am letzten Samstag hatte Hansi Flick es satt, sich den lästigen Fragen der Journalisten bezüglich seiner Zukunft aussetzen zu müssen. Zudem wollte er seine Mannschaft unbedingt persönlich über seine Entscheidung informieren, die sonst über den Flurfunk früher oder später durchgesickert wäre. Darum machte er Nägel mit Köpfen und berichtete erst seinen Spielern und dann der Presse, dass es sein Wunsch sei, aus seinem Vertrag auszutreten. All das ohne Rücksprache mit dem Verein, was ihm mächtig Gegenwind einbringen sollte.

„Er hat sich mit dem Verein angelegt“

Sky-Experte Dietmar Hamann hat das Verhalten von Flick scharf kritisiert: „Er hat letzte Woche in einem Alleingang sein Aus verkündet. Er hat ein gültiges Arbeitspapier, die Bayern haben die Karten in der Hand. Er hat sich mit dem Verein angelegt und ist ihm ein Stück weit in den Rücken gefallen“, erklärt er. Der ehemalige Bayern-Profi ist der Ansicht, dass sich der 56-Jährige mit seiner Aktion selbst ins Bein geschossen hat. „Wenn du dich mit dem FC Bayern anlegst, musst du wissen, mit wem du es aufnimmst. Das haben in der Vergangenheit einige probiert, die gingen alle als zweiter Sieger vom Platz. Ich glaube, dass er sich mit der Aktion letzte Woche keinen Gefallen getan hat“

Aus Respekt vor dem Geleisteten: Bayern werden Flick keine Steine in den Weg legen

Für Flick könnte dies bedeuten, dass die Münchner ihm und dem DFB nicht unbedingt bereitwillig entgegenkommen, sollte er sich für den Bundestrainer-Posten entscheiden. Aufgrund der Tatsache, dass der DFB für einen neuen Trainer keine Ablöse zahlen möchte, könnte die Angelegenheit ohnehin noch schwierig werden. Allerdings genießt der Bayern-Coach im Klub immer noch großen Respekt aufgrund der Erfolge des Vorjahres. Demnach kann man nicht davon ausgehen, dass die Münchner ihren Triple-Trainer Steine in den Weg legen. Daran haben auch dessen Äußerungen nach dem Wolfsburg-Spiel nichts geändert. Letztendlich werden sich die Wege im Sommer ohnehin trennen, zumal auch der Verein weiß, dass es keinen Sinn ergibt, einen Trainer zu beschäftigen, der seinem Job nicht mehr nachgehen möchte.