FC Bayern II

Die Abstiegsangst steigt: Saarbrücken erteilt Bayern Amateuren eine Lehrstunde

Bayern Amateure
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Die Bayern Amateure mussten im Kampf um den Klassenerhalt einen schweren Rückschlag hinnehmen. Beim Heimspiel gegen den 1. FC Saarbrücken ging das Team von Martin Demichelis und Danny Schwarz deutlich mit 0:4 unter. Die Gäste zeigten sich gnadenlos effektiv und brachten den Bayern die fünfte Heimniederlage in Serie ein. Die Lage für den letztjährigen Drittliga-Meister ist damit so ernst wie noch in dieser Saison.



Bei der wichtigen Heimpartie gegen die Saarländer war wieder einmal Rotation angesagt. Im Vergleich zum Zwickau-Spiel brachte das Trainer-Duo Chris Scott, Lenn Jastremski, Josip Stanisic, Rémy Vita und Jamie Lawrence in der Startelf. Verzichten mussten die Münchner dagegen unter anderem auf Mittelfeld-Leader Angelo Stiller. An der Grünwalder Straße entwickelte sich eine denkwürdige Partie. Tatsächlich hatten die Bayern am Ende der Begegnung sowohl mehr Torschüsse als auch mehr Ballbesitz. Die Tore machte jedoch ausschließlich der 1. FC Saarbrücken, der mit allen seinen vier Schüssen aufs Tor traf.

Gnadenlos effektive Saarbrückener bestrafen die Bayern

Begonnen hatte das Unheil bereits in der elften Spielminute, als Minos Goulas einer Hereingabe von Timm Golley zum 0:1 einnetzte. Nur zehn Minuten später schickte Golley Topscorer Shipnoski auf die Reise, der frei vor Hoffmann verwandelte. Die Bayern brauchten lange, um sich von diesem Doppelschlag zu erholen und kam erst kurz vor dem Pausenpfiff in Person von Sarpreet Singh zu Chancen. Die Abschlüsse des jungen Neuseeländers waren letztlich aber zu ungenau. Die beste Chance der Münchner hatte Josip Stanisic, der in der 49. Minute per Kopf nur den Pfosten traf. Die Gäste zeigten sich dagegen auch in Hälfte zwei eiskalt. Nicklas Shipnoski und Sebastian Jacob sorgten schließlich dafür, dass auch das Ergebnis richtig bitter wurde.

„Haben noch die Möglichkeit, den Klassenerhalt zu schaffen“

Nach diesem extrem bitteren Spielverlauf zeigte sich Danny Schwarz nach der Partie bedient. „Es war ähnlich wie in Zwickau. Mit der ersten Aktion für die Gäste fällt das 0:1. In jedem Zweikampf waren wir zweiter Sieger. Wenn der Pfostentreffer in der zweiten Halbzeit reingegangen wäre, wären die Beine ein bisschen leichter geworden“, hadert er. Die Münchner stehen nach der Niederlage weiterhin nur auf Rang 18 und haben bereits zwei Punkte Rückstand auf das rettende Ufer. Aufgeben will der Bayern-Coach jedoch nicht. „Die Jungs haben alle hohe Ansprüche, aber das ist die raue Fußballwelt. Wir werden sie wieder aufbauen, draufhauen bringt jetzt natürlich nichts. Das Schöne am Fußball ist, dass er verrückt ist. Wir haben noch die Möglichkeit, den Klassenerhalt zu schaffen, auch wenn uns jetzt jeder nach so einem Spiel erstmal abschreibt“, wird er von fcbayern.com zitiert.

Für den Abstiegskandidaten geht es am 5. Mai gegen den MSV Duisburg weiter. Im Anschluss folgen zwei sehr brisante Derbys gegen Unterhaching und die Münchner Löwen. Der Saison-Abschluss folgt am 22. Mai gegen den Halleschen FC.