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Real, Juve & Co. – Diese DFB-Alternativen hat Flick im Sommer

Hansi Flick
Foto: Adam Pretty/Getty Images

Der Weg von Hansi Flick schien nach seinem Abschied vom FC Bayern vorbestimmt zu sein. Vieles spricht dafür, dass der 56-jährige den FCB in Richtung DFB verlassen wird. Der Bundestrainer-Posten dürfte allerdings längst nicht die einzige freie Stelle für den Erfolgscoach sein. Flick hat kommenden Sommer aller Voraussicht nach deutlich mehr Optionen.



„Er ist durch seine Erfolge mit den Bayern in Fußball-Europa ein sehr, sehr gefragter Trainer“, mit diesen Worten schickte Karl-Heinz Rummenigge nach dem gestrigen Bundesliga-Spiel gegen Borussia Mönchengladbach eine „Warnung“ in Richtung DFB, sich bei der Personalie Flick zu beeilen.

Die gute Arbeit der Coaches scheint sich in Europa herumgesprochen zu haben. Demnach wirkt es auch gar nicht mehr so sicher, dass er wirklich als Löw-Nachfolger zum DFB wechselt. Hansi Flick selbst bestätigte zuletzt mehrfach, dass seine Zukunft weiterhin offen ist. „Es gab schon Gespräche, auch mit Oliver Bierhoff“, erklärte er zwar, zieht jedoch weitere Möglichkeiten in Betracht. „Alle fokussieren sich auf den DFB. Es gab aber durchaus auch andere Gespräche. Was die Zukunft betrifft ist noch lange nichts entschieden. Ich warte ab was kommt und schaue, wie es weitergeht. Ich habe keinen Druck.“

Zu diesen vier Top-Klubs könnte der Bayern-Coach wechseln

Schaut man sich derzeit in Europas Top-Ligen und Klubs um gibt es durchaus mehrere reizvolle Aufgaben, die im Sommer auf Flick warten könnten. Eine Option wäre Juventus Turin: Die Alte Dame hat eine ungewohnt schwache Saison gespielt. Juve hat zum ersten Mal seit zehn Jahren den Scudetto nicht gewonnen. Sollte man sogar die Champions League verpassen, wäre Trainer Andrea Pirlo wohl dem Rauswurf geweiht. Cristiano Ronaldo und Co zu trainieren, wäre wohl auch für den 56-Jährigen Flick eine reizvolle Aufgabe.

Eine ebenfalls enttäuschende Saison spielt der FC Arsenal. Der Klub befindet sich nur im Mittelfeld der Premier League und hat gegen den FC Villarreal das Europa-League-Finale verpasst. Der Vertrag von Coach Arteta läuft zwar noch bis 2023, jedoch kann dieser die Verantwortlichen schon seit längerer Zeit nicht überzeugen. Ein Kurswechsel scheint nach der laufenden Saison höchste Zeit zu sein. Hansi Flick hat bereits bei den Bayern gezeigt, dass er schwächelnde Spitzenteams wieder auf Vordermann bringen kann.

Stadtrivale Tottenham Hotspur hat derzeit mit ganz ähnlichen Sorgen wie Arsenal zu kämpfen. Nach dem Rauswurf von José Mourinho werden die Londoner mit einem neuen Coach in die Saison 2021/22 starten. Flick soll zu den Kandidaten zählen, nachdem ten Hag bei Ajax verlängerte und Julian Nagelsmann bei den Bayern anheuerte. Favorit bei den Spurs ist allerdings derzeit Bergamo-Coach Gian Piero Gasperini.

Die wohl spektakulärste Aufgabe könnte in Madrid auf den scheidenden Bayern-Coach warten. Noch ist nicht ganz geklärt, ob Zinédine Zidane über das Saisonende hinaus bei den Königlichen bleibt. Schaut man sich die vergangenen Monate genauer an und vor allem die Art und Weise wie Real spielerisch auftritt, scheinen sich Team und Trainer ein wenig abgenutzt zu haben, was die derzeit schwankenden Leistungen erklären würde. Neben Hansi Flick wurde zuletzt auch Joachim Löw und Real-Legende Raul als Kandidaten für den Trainerposten gehandelt. Real gehört, neben den FC Bayern, sicherlich zu den wenigen Klubs auf dem Welt, zu dem man schlecht Nein sagen kann, wenn ein Angebot auf dem Tisch liegt.

Das spricht gegen einen Flick-Wechsel zu einem Top-Klub

Es gibt jedoch ein Detail, dass eher für einen Wechsel zum DFB spricht. Der FC Bayern: Die Vertragsauflösung von Flick in München spricht eher für den Job bei der Nationalmannschaft, insbesondere weil bekannt war, dass der DFB keine Ablöse für einen Trainer zahlen wird. Die Münchner hätten niemals auf eine Ablöse verzichtet, damit Flick zu einem europäischen Konkurrenten wechseln kann.

Ein weiterer Grund, der ganz klar für den DFB spricht: Flick kennt den Verband und die handelnden Personen bestens. Er selbst macht kein Geheimnis daraus, dass er dort auf ein Arbeitsumfeld treffen würde, was seinen Vorstellungen entspricht: „Es war herausragend, es gab eine enorme Wertschätzung und enorme Loyalität untereinander. Das sind Dinge, die mich antreiben. Das sind Werte, die ich brauche, die ich möchte – und die sind da gegeben. Ohne Frage, ich habe ein absolut tiefes Vertrauen zu Oliver Bierhoff.“

In London, Turin und Madrid hingegen herrscht ein ähnliches „Klima“ wie beim FC Bayern. Der mediale Druck und die hohe Erwartungshaltung der Fans sind mindestens genau so hoch wie an der Säbener Straße.