FC Bayern II

Bayern-Amateure verpassen Befreiungsschlag gegen Unterhaching: Chancen auf den Klassenerhalt schwinden

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Kurz vor 15 Uhr herrschte im Grünwalder Straße blankes entsetzen. Nachdem so wichtigen Spiel gegen den Tabellenletzten und Lokalrivalen Unterhaching, stehen die Bayern-Amateure erneut mit leeren Händen da. Die 1:2-Niederlage war gleichzeitig auch die sechste Heimpleite in Serie. Die Münchner taumeln den Abstieg aus Liga drei immer weiter entgegen.



Ein Sieg gegen das Schlusslicht aus Unterhaching wäre am gestrigen Sonntag eigentlich absolute Pflicht gewesen, zumal der Klub bereits als sicherer Absteiger feststand und sich seit Wochen in schlechter Form befindet. Zweiteres gilt leider auch für Bayern II, die aus den letzten zehn Partien mickrige drei Zähler mitnehmen konnten. Dementsprechend groß war der Druck für das Team von Martin Demichelis und Danny Schwarz auch. Mit diesem Druck schienen die Bayern von Beginn an nicht klar gekommen zu sein.

Früher Rückstand stellt die Weichen auf Niederlage

Es dauerte keine zehn Minuten bis die Gäste auch schon mit 1:0 in Führung lagen. Nach einem Eckball konnten die Münchner den Ball nicht aus der Gefahrenzone bringen, bis sich Niclas Stierling bedankte und den Ball im Nachsetzen über die Linie köpfte. Im Anschluss dauerte es bis zur 32. Minute ehe Bayern II zum ersten Mal wirklich zwingend wurde. Mit einem schönen Zuspiel setzte Mittelfeld-Antreiber Angelo Stiller den 18-jährigen Adrian Sieb in Szene. Den Angreifer gelang es zwar, den Hachinger Schlussmann zu umkurven, scheiterte jedoch daran, den Ball aus spitzem Winkel aufs Tor zu bringen.

Sturmlauf der Bayern bleibt unbelohnt

Die zweite Hälfte begann für die Bayern ähnlich, wie die erste – nämlich mit einem Tor für Unterhaching. Nach einer Flanke von Schalbl fand erneut ein Kopfball den Weg ins Netz. Diesmal war Niclas Anspach der Torschütze. Im Gegensatz zur zähen ersten Hälfte, erholten sich die Bayern Amateure aber schneller. Unmittelbar nach dem 0:2 prüfte Jan-Fiete Arp Haching-Torwart Coppens. Dieser kann jedoch parieren, wie auch wenige Sekunden später gegen Nico Kühn.

Die Münchner warfen alles nach vorne und kamen durch den eingewechselten Nemanja Motika mit einem satten Schuss zum Ausgleich. Der Debütant blieb auch in der Schlussphase im Mittelpunkt. Vier Minuten nach dem Anschlusstreffer konnte aber Feldhahn die Vorlage des Youngsters nicht nutzen, ehe Motika selbst eine Großchance vergab, in dem er den Ball frei vor dem Tor stehend nicht kontrollieren konnte.

Schwarz hadert: „Das Spielglück hat gefehlt“

Trotz einer deutlichen Leistungssteigerung in Halbzeit zwei blieb es beim 1:2. „Das 0:1 steht sinnbildlich für unsere Situation. Das Spielglück hat uns heute gefehlt. Danach hat man gemerkt, dass jeder drei, vier Kilo mehr mitgetragen hat. In der Halbzeit haben wir versucht die Köpfe wieder freizubekommen, aber es wurde leider nicht wirklich besser. Haching konnte ohne Druck drauf losspielen und wir mussten agieren. Heute hat sich letztendlich alles im Kopf abgespielt“, haderte Schwarz nach dem Spiel.

Die Münchner stecken zwei Punkte vor Saisonende immer noch auf Rang 18 fest und haben drei Punkte Rückstand auf das rettende Ufer. Der Kampf bis dorthin wird schwierig, zumal am nächsten Wochenende eine ganz heiße Schlacht ansteht. Am Sonntag (14 Uhr) geht es gegen die Münchner Löwen, die sich noch Hoffnungen auf den Aufstieg machen. Ein Sieg gegen den Tabellen-Dritten wäre aus Bayern-Sicht demnach gleich doppelt reizbar.