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Martinez hängt nach wie vor am FC Bayern: „Wäre am liebsten für immer geblieben“

Javi Martinez
Foto: Attila Kisbenedek - Pool/Getty Images

Mir David Alaba, Jérôme Boateng und Javi Martínez werden gleich drei Bayern-Legenden den Klub am Ende der Saison verlassen. Beim letzten Saisonspiel gegen Augsburg wird also auch eine gewisse Portion Wehmut bei Spielern, Verein und Fans vorherrschen. Vor allem dem 32-Jährigen Spanier fällt der Abschied sichtlich schwer, wie er im Interview mit der „tz“ deutlich machte. 



Nach neuen Jahren Bayern, neun Meistertiteln und zwei Champions-League Siegen wird Javi Martínez als Held von der Bayern-Bühne abtreten. Der Defensivspezialist wird den Münchnern dank seiner Klasse, seiner Arbeitsmoral und Identifikation mit dem Verein in bester Erinnerung bleiben. Gerade aber, weil er beim FC Bayern ein neues Zuhause gefunden hat, fällt ihm der Abschied nun umso schwerer.

„Ich wäre am liebsten für immer hier geblieben. Aber nun ist der richtige Zeitpunkt gekommen, um diesen Schritt zu gehen. Das Wichtigste ist allerdings, dass der FC Bayern und ich unsere tolle Beziehung beibehalten, uns immer an die schönen Zeiten zurückerinnern. Der Verein und die Stadt München werden für immer meine Freunde bleiben“, so die rührenden Worte des Basken.

Javi Martínez: Eine Bayern-Legende zwischen Tränen und Triumphen

In München hat der 32-Jährige viele positive, aber auch negative Momente erlebt. „Wenn wir Titel geholt haben oder wenn wir gegen große Gegner wie zum Beispiel Dortmund oder Leipzig gewonnen haben, war es immer sehr besonders. Aber wenn ich mich entscheiden müsste, würde ich die Champions-League-Endspiele 2013 und 2020 wählen“, beschreibt er seine schönsten Momente.

Ein wenig mehr Freude hätte Martínez aber wohl noch gehabt, wenn das Verletzungspech im Verlauf seiner Karriere nicht immer heftiger zugeschlagen hätte. Mein Kreuzbandriss 2014 im Supercup gegen Dortmund war der bitterste Moment. Aber die Hilfe des Klubs, der Fans und der Menschen in der Stadt machte die Verletzung einfacher für mich“, erinnert er sich mit einem lachenden und einen weinenden Auge.

Martínez kündigt ein Wiedersehen an

Ein wenig traurig wird er auch auf das letzte Saisonspiel gegen Augsburg blicken. Aufgrund der Corona-Pandemie wird er nicht unter dem tosenden Applaus der Fans die Bühne verlassen, sondern eher im Stillen. „Das ist wirklich schade. Ich hätte mich gerne von unseren großartigen Fans verabschiedet. Aber ich hoffe sehr, dass ich noch einmal zurückkommen kann, um ordentlich Servus zu sagen“, blickt er voraus. Die Münchner Anhänger würde das mit Sicherheit freuen.

Die Münchner werden Martínez vermissen, so wie auch Martínez München vermissen wird. „Am meisten werden mir die Besuche im Biergarten fehlen, bei denen ich mit meinen Freunden gerne mal ein paar alkoholfreie Paulaner getrunken habe. Ich bin allerdings sicher, dass ich oft nach München zurückkommen werde. Ich werde auf die Wiesn gehen – und natürlich in die Allianz Arena“, kündigt er schon jetzt ein Wiedersehen an.