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Coman-Poker: Details durchgesickert – auch Sane ein Faktor

Kingsley Coman
Foto: imago images

Die Bayern wollen ihn unbedingt halten. Aber nicht um jeden Preis. Die Verhandlungen zwischen dem FC Bayern und der Coman-Seite sind ins Stocken geraten. Mittlerweile soll Coman sogar seinen Abgangswunsch für diesen Sommer hinterlegt haben. Damit ist die nächste Runde im Poker um eine Verlängerung angebrochen.



Berichte über die zähen Vertragsverhandlungen zwischen dem FC Bayern und Kingsley Coman beherrschen seit einigen Tagen die Schlagzeilen. Bayern plant langfristig mit dem Franzosen und auch dem EM-Fahrer wurde lange Zeit ein unbedingter Wille nachgesagt beim FC Bayern zu bleiben. Diese Bereitschaft scheint sich aber nach und nach zu verflüchtigen. Die Gründe dafür liegen, möchte man dem neuesten Bericht von „Sky Sport“ Glauben schenken, nicht nur im finanziellen Bereich begraben.

Coman enttäuscht von diversen Bayern-Entscheidungen

Zu den Differenzen in Sachen Gehalt, die Coman-Seite fordert um die 20 Mio. brutto, Bayern bietet 13 Mio, gesellen sich persönliche Verletzungen und Sehnsüchte. Mit Grund für die Forderung nach diesem exorbitant hohen Gehalt soll nämlich die Personalie Leroy Sane sein. Dieser kassiert ein Salär in dieser Größenordnung für seine Dienste. Coman, der sich sportlich mit Sane auf einer Stufe sieht, fordert deshalb gleiches Gehalt und damit verbunden auch die gleiche Wertschätzung ein. Die letztjährige Sane-Verpflichtung soll dem Franzosen ohnehin ein Dorn im Auge gewesen sein. Zudem soll das Management dem Frankreich-Star die von ihm nach der Verabschiedung von Arjen Robben eingeforderte Nummer 10 verweigert haben. Zwei Saisons nacheinander. Erst wurde sie dem Leihspieler Coutinho, danach dem direkten Konkurrenten Sane versprochen. Coman wurde dabei einfach übergangen. Das soll zu Unmut beim Franzosen und seinem Umfeld geführt haben.

Die Premier League als Wunsch-Destination

Dazu kommt, dass die Nummer 29 des FCB einem Wechsel in die Premier League alles andere als abgeneigt wäre. Das Interesse von Manchester United im letzten Transfersommer soll ihm außerordentlich geschmeichelt haben. Seine Gehaltsforderungen dürften in England als vergleichsweise bescheiden wahrgenommen werden. Mögliche Abnehmer sind im Moment allerdings Mangelware. Manchester United  steht kurz vor einer Verpflichtung von Jadon Sancho. Manchester City priorisiert einen Transfer von Harry Kane. Liverpool sucht nach Verstärkung im zentralen Mittelfeld. Die heißeste Spur dürfte nach London, an die Stamford Bridge führen. Ein Tausch (plus Ablöse) von Coman und Hudson-Odoi ist aber lediglich die wahrscheinlichste unter den allesamt unwahrscheinlichen Optionen.