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Hainer rechtfertigt Bayern-Sparkus: „Man kann auch mit wirtschaftlicher Vernunft Erfolg haben“

Hasan Salihamidzic und Herbert Hainer
Foto: imago images

Während der FC Bayern vor zwei Jahren noch gewillt war 80 Mio. Euro für Lucas Hernandez auszugeben, backen die Münchner mittlerweile wieder deutlich kleinere Brötchen. Die anhaltenden Corona-Krise hat dem FCB finanziell stark zugesetzt. Dennoch ist Präsident Herbert Hainer davon überzeugt, dass die Bayern auch mit wirtschaftlicher Vernunft Erfolg haben werden.



Manchester United hat vergangene Woche die Verpflichtung von Jadon Sancho angekündigt. Knapp 90 Mio. Euro werden die Red Devils für 21-jährigen Engländer an den BVB überweisen. Paris Saint-Germain steht kurz vor der Verpflichtung von Achraf Hakimi. Gerüchten zufolge kostet der einstige Bayern-Flirt rd. 70 Mio. Euro Ablöse. Während die europäische Konkurrenz personell ordentlich nachlegt und dabei auch viel Geld in die Hand nimmt, wird der Transfer-Sommer beim FC Bayern aller Voraussicht nach sehr unspektakulär ausfallen.

Die Münchner haben sich einen strikten Sparkurs verpasst und wollen, neben Dayot Upamecano, keine weiteren teuren Transfers tätigen. Für Präsident Herbert Hainer und den neuen Vorstandsvorsitzenden Oliver Kahn steht die „wirtschaftlicher Vernunft“ derzeit im absoluten Fokus.

„Die aktuelle Mannschaft hat eine unglaubliche Qualität“

Laut Kahn ist der „Champions League-Sieg mit dem aktuellen Kader erreichbar“. Auch Hainer ist fest überzeugt davon, dass man an die Erfolge der jüngeren Vergangenheit anknüpfen kann: „Die aktuelle Mannschaft hat eine unglaubliche Qualität.“

Der 67-jährige betonte zudem am Montag, dass teure Neuzugänge kein Erfolgsgarant sind: „Man kann mit wirtschaftlicher Vernunft Erfolg haben. Wir waren vor kurzem Champions League-Sieger, sind neunmal in Folge Meister geworden. Wir haben ein Strategieprojekt vorangebracht. Den Weg der wirtschaftlichen Vernunft gehen wir weiter.“

Aus Sicht von Kahn haben die Bayern genügend Potenzial in den eigenen Reihen um erfolgreich zu bleiben: „Wir sind total überzeugt von unserem Kader. Es sind einige Spieler von Ausleihen zurückgekommen, wie Zirkzee oder Richards. Ich habe schon oft erlebt, dass solche Rückkehrer durchstarten können. Das erwartet ich auch von Julian Nagelsmann, dass er solchen Spielern eine Chance gibt.“