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Hernandez-Ausfall: Muss Nagelsmann direkt zum Saisonstart in der Abwehr improvisieren?

Lucas Hernandez
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Der wochenlange Ausfall von Lucas Hernandez ist ein bitterer Rückschlag für den Franzosen und für Bayern-Trainer-Julian Nagelsmann. Der 25-jährige wollte in seiner dritten Saison beim deutschen Rekordmeister voll angreifen, verpasst nun jedoch die komplette Sommer-Vorbereitung.



Vollkommen überraschend haben die Bayern am Sonntag bekannt gegeben, dass sich Hernandez eine Knie-OP unterzogen hat. Grund: Der Franzose hatte sich während der Fußball-Europameisterschaft einen Einriss des Innenmeniskus zugezogen. Eigenen Angaben zufolge wird der Abwehrspieler „wenige Wochen“ ausfallen. Konkrete Zahlen nannte der FCB nicht. Laut der „BILD Zeitung“ droht eine Zwangspause von mindestens vier Wochen.

Damit steht fest: Der Ausfall von Hernandez sorgt dafür, dass Julian Nagelsmann sich mit Blick auf den Saison-Auftakt mit Alternativen beschäftigen muss.

Süle, Richards, Nianzou: Wer profitiert vom Hernandez-Ausfall?

Auch wenn die Bayern mit David Alaba und Jerome Boateng zwei Innenverteidiger im Sommer verloren haben, sind die Münchner im Abwehrzentrum rein quantitativ gut besetzt. Neben Neuzugang Dayot Upamecano stehen Nagelsmann auch Niklas Süle, Tanguy Nianzou und Chris Richards zur Verfügung. Vor allem letzterer könnte vom Hernandez-Ausfall profitieren.

Der US-Amerikaner hat in der abgelaufenen Bundesliga-Rückrunde starke Leistungen bei der TSG Hoffenheim gezeigt und durchaus bewiesen, dass er mit 21 Jahren auf Top-Niveau mithalten kann. Während Süle bedingt durch seine EM-Teilnahme erst Ende Juli wieder ins Training einsteigen wird, steht Richards von Anfang an zur Verfügung und wird vermutlich viel Einsatzzeiten in den Testspielen erhalten.

Auch Nianzou könnte durchaus mehr Spielzeiten erhalten als ursprünglich geplant. Anders als Richards muss der 19-jähirge jedoch erst noch beweisen, dass er eine ernsthafte Option für Nagelsmann ist. Die Vorbereitungsspiele eignen sich ideal dazu.

Mit Benjamin Pavard haben die Bayern zudem einen Plan B in der Hinterhand. Der Franzose ist zwar aktuell als Rechtsverteidiger eingeplant, kann jedoch auch innen spielen und macht kein Geheimnis daraus, dass er sich im Abwehrzentrum wohler fühlt.