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Mitspracherecht bei Transfers? Nagelsmann: „Am Ende sollte der Klub den Hut aufhaben“

Julian Nagelsmann
Foto: imago images

Es ist ein offenes Geheimnis, dass die Transferpolitik der Bayern zu Unstimmigkeiten zwischen Ex-Bayern-Trainer Hansi Flick und Kaderplaner Hasan Salihamidzic geführt hat. Der 56-jährige drängte immer wieder auf mehr Mitspracherechte bei der Verpflichtung neuer Spieler. Dessen Nachfolger Julian Nagelsmann zeigt sich diesbezüglich deutlich zurückhaltender.



Die Bayern-Bosse haben in den vergangenen Wochen unmissverständlich klar gemacht, dass es diesen Sommer keine „Mega-Transfers“ beim deutschen Rekordmeister geben wird. Die Münchner richten ihre Transferaktivitäten konsequent an der aktuellen wirtschaftlichen Lage aus. Neu-Trainer Julian Nagelsmann wird damit aller Voraussicht nach mit dem aktuellen Kader in die neue Saison starten. Der 33-jährige hat damit jedoch kein Problem.

Im Endeffekt bezahlt der Verein den Spieler

Der FCB-Coach äußerte sich am Mittwoch über ein Mitspracherecht bei Transfers und betonte dabei, dass die Rollen zwischen Trainer und Klub ganz klar verteilt sind: „Ich bin der Auffassung, dass der Verein immer in Rücksprache mit dem Trainer entscheidet in Spielerfragen. Im Endeffekt bezahlt der Verein aber den Spieler, die Halbwertszeit ist in der Regel bei einem Spieler länger als bei einem Trainer. Mir ist bewusst, dass man nicht alles auf dem Transfermarkt machen kann. Wenn wichtige Entscheidungen anstehen, sitzen wir zusammen. Am Ende sollte der Klub den Hut aufhaben.“

Anders als viele Fans, Medien und Experten ist Nagelsmann mit dem aktuellen Bayern-Kader eigenen Aussagen sehr zufrieden: „Ich sehe keine großen Herausforderungen, was Kadergröße und Kaderstruktur angeht. Wenn man das durchgeht, ist die Kadergröße völlig ausreichend.“