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„Ungleicher Wettkampf“ – Hamann sieht Bayern international in Bedrängnis

Julian Nagelsmann und Dietmar Hamann
Foto: imago images

In der Fußball Bundesliga ist der FC Bayern seit knapp einem Jahrzehnt das Maß aller Dinge. Auch international haben die Münchner in den vergangenen Jahren den Top-Klubs aus England und Spanien die Stirn geboten. Laut Dietmar Hamann könnte sich dies jedoch in absehbarer Zeit ändern.



In seiner Kolumne für den „kicker“ hat der Hamann einen Ausblick auf die bevorstehende Saison der Bayern geworfen. Der 47-jährige sieht den FCB national erneut als Top-Favoriten für den Gewinn der Meisterschaft: „Auf die Distanz von 34 Begegnungen wird es nicht einfach, die Münchner zu schlagen.“ In der UEFA Champions League hingegen könnte es laut Hamann für den Rekordmeister sehr eng werden: „International stellt sich die Lage für sie schwieriger dar.“

„Das frühere Monopol der Bayern auf die besten deutschen Spieler ist weg“

Hamann sieht derzeit einen „ungleichen Wettbewerb“ in Europa. Demnach sind die Bayern nicht mehr in der Lage gegen die finanzstarken Vereine aus England stand zu halten. Als Beispiel hierfür führt der ehemalige Bayern-Profi an, dass man in Sachen Transfers zuletzt immer häufiger den Kürzeren gezogen hat: „Das frühere Monopol der Bayern, die lange den Erstzugriff auf die besten deutschen Spieler hatten, ist weg. Und die Engländer locken eben mit anderen Summen.“

Auch der Kampf um die aktuellen Bayern-Stars wird immer schwieriger: „Und wenn Goretzka, für das Bayern-Spiel der wichtigste Spieler, anderswo 50 Prozent mehr verdient, ist er nicht zu halten.“

Durch das finanzielle Ungleichgewicht werden die Bayern aus Sicht von Hamann in der Königsklasse deutlich zurückfallen: „Sollte in den kommenden drei bis fünf Jahren das Financial Fair Play nicht verschärft angewandt werden, wird für den FCB der Einzug ins Viertel- oder Halbfinale der Champions League so wertvoll sein wie 2013 und 2020 der Titelgewinn.“