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Nach durchwachsenen EM-Auftritten: Hoeneß nimmt Sane und Gnabry in Schutz

Leroy Sane und Serge Gnabry
Foto: imago images

Wann immer Uli Hoeneß im Sport1-Doppelpass auftaucht, können sich die Fans auf markante Aussagen freuen. Dieses mal war der ehemalige Münchner und heutige Real-Spieler Toni Kroos das anvisierte Ziel. Während er den Mittelfeldspieler für seine zahlreichen Querpässe kritisierte und seine Art zu spielen als nicht mehr zeitgemäß betitelte, nahm er die beiden Münchner EM-Enttäuschungen Serge Gnabry und Leroy Sané in Schutz. 



Kein Tor, keine Vorlage und wenig bahnbrechende Ideen: Die Leistungsnachweise von Serge Gnabry und Leroy Sané lesen sich wahrlich überschaubar. Die Münchner Offensivspieler haben ein absolut enttäuschendes EM-Turnier hinter sich gebracht. Bayerns Ehrenpräsident Uli Hoeneß meint zu wissen, warum es bei den beiden Offensivspielern einfach nicht laufen wollte: „Sie sind in München gewohnt, dass sie Stammspieler sind. Auch in der Öffentlichkeit hat man zugelassen, dass sie immer wieder infrage gestellt werden. Es gibt gewisse Spieler, die müssen wissen, dass sie spielen. Und dann spielen sie wie selbstverständlich“, erklärte der 69-Jährige am Sonntag.

Hoeneß-Aussagen werfen Fragen auf

Eine Aussage, die nur bedingt Sinn ergibt. Blickt man auf die letzte Saison, so stellt man fest, dass ein Leroy Sané auch bei den Bayern nicht gesetzt war und auch Serge Gnabry mit Kingsley Coman und Sané gleichwertige Konkurrenten im Rücken hatte. Dies ist jedoch bei einem Top-Verein, wie dem FC Bayern, ganz normal. Stammplatzgarantien darf und wird es bei einem solchen Klub niemals geben. Die Akteure müssen Wege finden, mit dem Konkurrenzkampf zurecht zu kommen, wenn sie um die ganz großen Titel mitspielen wollen. Gleiches gilt auch für die Nationalmannschaft. Während bei Sané mangelndes Selbstvertrauen und fehlende Unterstützung durchaus eine Rolle gespielt haben kann, genoss Gnabry unter Löw eigentlich einen klaren Stammplatz. Worin auch immer die Gründe für die mäßigen Leistungen lagen, so ist die Argumentation von Hoeneß eher abenteuerlich.