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Trotz wirtschaftlicher Nachteile: Hainer sieht Bayern bei Transfers nicht chancenlos

Herbert Hainer
Foto: imago images

Der FC Bayern läuft dieser Tage ein wenig auf Sparflamme. Nach Dayot Upamecano wird diesen Sommer mutmaßlich kein weiterer großer Name den Weg an die Isar finden. Darauf haben sich die Bosse bereits geeinigt. Grund hierfür ist vor allem die Corona-Pandemie. Allerdings sieht Herbert Hainer dennoch einen Trumpf, der es den Münchnern in Zukunft ermöglichen wird mit anderen Top-Klubs in puncto Transfers schritthalten zu können.



Während die Münchner ihre Kaderplanungen weitestgehend abgeschlossen haben, rüsten andere europäische Spitzen-Klubs personell stark nach. Paris Saint-Germain hat mit Achraf Hakimi, Sergio Ramos oder Gianluigi Donnarumma drei absolute Top-Stars verpflichtet. Manchester United hat sich Jadon Sancho gesichert und Manchester City könnte mit Harry Kane und Jack Grealish einen 250-Millionen-Doppelschlag landen.

Klein beigeben möchte der FC Bayern jedoch nicht. Präsident Herbert Hainer verrät wie der deutsche Rekordmeister auch in Zukunft mit der europäischen Konkurrenz mithalten möchte. „Am Ende des Tages spielt Geld natürlich eine große Rolle. Bei wirtschaftlich ähnlichen Angeboten haben wir als FC Bayern aber fast immer einen Vorteil. Wenn Spieler zu uns kommen wollen und sich über den Verein erkundigen, zieht total, was ehemalige Bayern-Spieler über ihre Zeit in München sagen“, betonte dieser gegenüber der „tz“.

Hainer stellt klar: „Der Pfad der wirtschaftlichen Stabilität steht über allem“

Hainer sieht dies als Stärke, die andere große Klubs nicht in dem Maße ausspielen können, schränkte gleichzeitig aber auch ein. „Das ist einzigartig. Allerdings müssen wir finanziell einigermaßen mithalten können“, erläutert er. Genau das können die Münchner aktuell jedoch nicht, insbesondere wenn man den Vergleich zu Paris und den Premier-League-Klub zieht, die ungeachtet von der Pandemie weiterhin gewillt sind viel Geld in die Hand zu nehmen für neue Spieler.

Der FC Bayern muss hingegen, wie Hainer bestätigte, „den Pfad der wirtschaftlichen Stabilität“ gehen, der derzeit über allem stehe. Demnach wird zumindest in diesem Sommer kein „großer Transfer“ mehr den Weg nach München finden. Bleibt abzuwarten wie sich die Zuschauer-Situation in der kommenden Saison entwickelt. Hiervon wird abhängen, ob die Münchner im Sommer 2022 wieder aggressiver auf dem Markt agieren können.