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Das Sane-Problem: Warum sich die Bayern mit ihrem „Königstransfer“ ein Eigentor geschossen haben

Leroy Sane
Foto: Lukas Barth-Tuttas - Pool/Getty Images

Der Wechsel von Leroy Sane im Sommer 2020 von Manchester City zum FC Bayern wurde von vielen Fans, Medien und Experten als echter Transfer-Coup gefeiert. Die Münchner haben damals knapp 50 Mio. Euro bezahlt. Ein Jahr zuvor hätte Sane noch mehr als 100 Mio. Euro gekostet. Mit der Verpflichtung von Sane haben die Bayern sich jedoch ein teures Eigentor geschossen wie sich nun herausstellt.



„Sane oder nix“, so oder so ähnlich hat sich Bayerns Chef-Kaderplaner Hasan Salihamidzic in den vergangenen zwei Jahren präsentiert. Während der sicher geglaubte Transfer im Sommer 2019 aufgrund der schweren Knieverletzung des Offensivspielers noch auf der Zielgeraden platzte, schlugen die Bayern ein Jahr später, trotz Corona, zu.

Der Flügelstürmer konnte die hohen Erwartungen an der Isar bisher nicht wirklich erfüllen. Sane steht immer wieder in der Kritik und auch die Bayern-Bosse haben den 25-jährigen zuletzt öffentlich angezählt. Zu allem Überfluss wirkt sich die Sane-Verpflichtung auch negativ auf die derzeit laufenden Vertragsgespräche beim FCB aus.

Sane-Gehalt dient als Richtwert für Coman, Goretzka und Kimmich

Gerüchten zufolge verdient Sane knapp 18 Mio. Euro beim FC Bayern und gehört damit neben Robert Lewandowski und Manuel Neuer zu den absoluten Top-Verdienern beim Rekordmeister. Das Problem: Während Lewandowski und Neuer Woche für Woche zeigen, warum sie so viel wert sind, steht bei Sane das Gehalt bis dato in keinem Verhältnis zu dessen Leistungen.

Wie die „Sport BILD“ berichtet, ist das Sane-Gehalt zur neuen Benchmark beim FCB geworden. Spieler wie Kingsley Coman, Leon Goretzka oder Joshua Kimmich orientieren sich bei ihren aktuell laufenden Vertragsverhandlungen alle samt an dem Salär ihres Mitspielers. Heißt im Klartext: Wenn Sane 18 Mio. Euro verdient, wollen wir auch mindestens genau so viel.

Laut dem Blatt fordern Goretzka und Kimmich knapp 20 Mio. Euro für die Unterschrift unter ein neues Arbeitspapier. Bei Coman sind es sogar mehr als 20 Mio. Euro. Bayern-intern gibt es indes eine klare Abmachung, dass die 20 Millionen-Marke beim Gehalt nicht überschritten wird und dass man nur in Ausnahmefällen in die Nähe dieser Zahl kommen sollte. Es wird spannend zu sehen ob die Münchner für die drei genannten Spieler eine solche Ausnahme machen.