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Jubeln bei Sane-Auswechselung: Nagelsmann kritisiert Bayern-Fans

Leroy Sane
Foto: imago images

Leroy Sane ist mit großen Erwartungen in die neue Saison gestartet. Der 25-jährige Flügelflitzer möchte in seiner zweiten Saison beim FC Bayern endlich sein volles Potenzial abrufen und vor allem seine Kritiker verstummen lassen. Beim gestrigen 3:2-Erfolg gegen Köln wurde Sane nach einer durchwachsenen ersten Hälfte von Julian Nagelsmann vorzeitig ausgewechselt. Die eigenen Fans bejubelten die Auswechslung des deutschen Nationalspielers. Der FCB-Coach stellte sich schützend vor Sane.



Nur neun von insgesamt 16 Pässen hat Sane in den ersten 45 Minuten gegen Köln erfolgreich gespielt. Zudem leistete sich der Offensivspieler satte elf Ballverluste und war mit 25 Prozent der zweikampfschwächste Münchner. Die Auswechselung zur Halbzeitpause war, mit Blick auf die reinen Werte, absolut nachvollziehbar. Die Bayern-Fans, die Sane zuvor bereits ausgepfiffen hatten, bejubelten die Entscheidung von Julian Nagelsmann lautstark.

Bayern-Fans haben keine Geduld mehr mit Sane

Als die Sane-Auswechslung in der Allianz Arena verkündet wurde, war ein deutlicher Applaus im Stadion zu hören. Besonders bitter aus Sane-Sicht: Jamal Musiala, der für ihn ins Spiel kam, brauchte nur fünf Minuten, um das Führungstor von Robert Lewandowski vorzubereiten.

Nagelsmann kritisierte nach dem Spiel das Verhalten der Bayern-Fans gegenüber Sane: „Die Pfiffe habe ich auch kurz wahrgenommen. Ich wusste anfangs nicht, gilt es der Ein- oder Auswechslung. Es gehört sich eigentlich, dass die eigenen Fans die Spieler unterstützen. Besonders zu Hause ist die Unterstützung der richtige Weg.“ Laut dem 34-jährigen wird es keine besonderen Maßnahmen für Sane geben: „Wir werden die Pfiffe nicht groß thematisieren. Wir werden ganz normal mit ihm weiterarbeiten. Wir können ja nicht immer alles thematisieren, was im Stadion passiert.“