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Mächtiger denn je? So viel Einfluss hat Uli Hoeneß noch beim FC Bayern

Uli Hoeneß
Foto: IMAGO

Seit knapp zwei Jahren hat sich Uli Hoeneß von der großen Fußballbühne zurückgezogen. Auch beim FC Bayern agiert dieser nicht mehr an der vordersten Front. Aktuellen Medienberichten zufolge mischt der 69-jährige im Hintergrund nach wie vor mit.



Im November 2019 wurde Hoeneß von Herbert Hainer als neuer Bayern-Präsident abgelöst. Kurze Zeit später legte der langjährige Fußball-Manager den Vorsitz im Aufsichtsrat ab. Auch hier folgte Hainer auf Hoeneß. Spätestens zu diesem Zeitpunkt war klar, dass der Bayern-Macher sich aus dem Tagesgeschäft zurückziehen wird. Wie die „Sport BILD“ berichtet, ist Hoeneß jedoch weiterhin sehr aktiv und versucht immer wieder Einfluss auf das aktuelle Geschehen beim Rekordmeister zu nehmen.

Bestes und jüngstes Beispiel hierfür ist Julian Nagelsmann. Vor seiner Unterschrift beim FC Bayern stattete der 34-jährige Hoeneß einen Antrittsbesuch ab. Bei Steaks und Smalltalk wurde Nagelsmann in der Bayern-Familie willkommen geheißen. Laut dem Blatt wird auch Leroy Sane demnächst am Tegernsee aufschlagen. Demnach hat Hoeneß das Bayern-Sorgenkind zu einem persönlichen Gespräch eingeladen. Der persönliche Austausch soll ein Zeichen der Unterstützung für den 25-jährigen sein, der sich aktuell in einer Formkrise befindet.

Kahn möchte sich emanzipieren, Salihamidzic sucht den Hoeneß-Rat

Während Hoeneß Klub-intern nach wie vor ein sehr hohes Ansehen genießt und dessen Wort weiterhin ein Gewicht hat, stoßen dessen Aktivitäten nicht überall auf Gegenliebe. Demnach soll Oliver Kahn nicht unbedingt die Nähe zum Klub-Patron suchen wie die „Sport BILD“ erfahren haben will. Auch wenn der 52-jährige durchaus weiß, welchen Einfluss Hoeneß hat, möchte sich der neue Vorstandschef von diesem emanzipieren und unabhängig agieren.

Bei Hasan Salihamidzic hingegen sieht es deutlich anders aus. Der 43-jährige gilt als Sprössling von Hoeneß. Die beiden pflegen ein sehr enges Verhältnis zueinander und stehen im regelmäßigen Austausch. Zudem soll sich Salihamidzic gerne Mal einen Rat bei Hoeneß holen, vor allem wenn es um wichtige Entscheidungen geht.

Klar ist: Durch den Abschied von Karl-Heinz Rummenigge fehlt es an einem „Counterpart“ für Hoeneß. Es ist ein offenes Geheimnis, dass die beiden sich immer wieder in die Haare gekommen sind. Es wird spannend zu sehen wie sich Kahn und Hainer, die beiden noch nicht allzu lange in ihren Ämtern sind, in Zukunft „gegen Hoeneß“ behaupten können.