FC Bayern News

Neuer denkt noch lange nicht an ein Karriereende: „Ich sage nicht, dass mit 40 Jahren Schluss ist!“

Manuel Neuer
Foto: Getty Images

Mit 35 Jahren ist Manuel Neuer der älteste Profi im aktuellen Kader des FC Bayern. Anders als ein klassischer Feldspieler können Torhüter jedoch das eine oder andere Jahr länger spielen. Neuer hat sich nun selbst zu seiner sportlichen Zukunft geäußert und dabei betont, dass er noch lange nicht an ein Karriereende denkt.



Neuer gehört, trotz seines hohen Alters, nach wie vor zu den besten Torhütern der Welt. Der FCB-Kapitän wurde am Freitag erst für die prestigeträchtige Yashin-Trophäe von „France Football“ nominiert, eine Auszeichnung die jährlich an den besten Torhüter der Welt verliehen wird.

Vertraglich ist der Schlussmann noch bis 2023 an den Rekordmeister gebunden, ob und wie es mit Neuer in München weitergeht ist derzeit noch offen. Der Schlussmann selbst scheint offen zu sein für eine weitere Vertragsverlängerung.

„Vom Alter gibt es für mich keine Vorgabe“

Im Gespräch mit der „BILD am Sonntag“ äußerte sich Neuer über seien sportliche Zukunft und betonte dabei, dass das Alter keine entscheidende Rolle für ihn spielt in Sachen aktive Laufbahn. Laut Neuer sind andere Faktoren entscheidend: „Das hängt von der Fitness, dass es mir körperlich gut geht, dass ich mich nicht ins Training reinschleppe. Ich möchte nicht unter Schmerzmitteln trainieren. Ich muss meine Leistung bringen können. Ich muss von der Mannschaft gebraucht werden. Und ich muss Spaß und richtig Bock haben. Bewusst leben, gesunde Ernährung, guter Schlaf sind mir wichtig.“

Wenn es nach Neuer geht, kann er noch längere Zeit spielen: „Vom Alter gibt es für mich keine Vorgabe. Ich sage nicht, dass mit 40 Jahren Schluss ist.“ Dass so etwas möglich ist, sieht man an Gianluigi Buffon, der mit 43 Jahren noch aktiv beim Parma spielt.

Neuer möchte auch im hohen Alter jedes Spiel bestreiten

Interessant ist zudem: Neuer ist kein Freund von einer Torhüter-Rotation, so wie es manch andere Top-Klubs in den vergangenen Jahren immer wieder gemacht haben: „Das ist eine schwierige Situation. Für mich ist es wichtig, Rhythmus zu haben – auch für die Abwehr vor einem. Da hat man mal einen Links- und mal einen Rechtsfuß, da kommen die Pässe anders und man muss sie anders anspielen.“

Diese Aussage ist vor allem mit Blick auf Alexander Nübel und dessen Zukunft beim FC Bayern wichtig. Dieser ist bis 2023 an die AS Monaco ausgeliehen und wurde von den Münchnern im Sommer 2020 als Neuer-Nachfolger verpflichtet. Es wird spannend zu sehen wie sich die Geschichte rund um Neuer und Nübel in den kommenden Monaten entwickelt. Spätestens am Ende der Saison werden sich die Bayern-Verantwortlichen mit der Frage beschäftigen müssen ob man Neuer nochmals einen neuen Vertrag anbieten möchte oder den Umbruch im Kasten angeht.