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„Den liebe ich“ – Hoeneß wollte Christian Streich einst zum FC Bayern holen

Christian Streich
Foto: Getty Images

Mit Julian Nagelsmann verfügt der FC Bayern über einen der besten und erfolgreichsten Bundesliga-Trainern der letzten Jahre. Nur wenigen Coaches gelingt es im Haifisch-Becken Bundesliga quasi selbst zu bestimmen, wann sie den Verein wechseln wollen. In einer derartigen Position befindet sich auch Freiburg-Trainer Christian Streich, der die Breisgauer nun seit fast zehn Jahren erfolgreich führt. Kein Wunder, dass selbst die Bayern schon mal am 56-Jährigen interessiert waren.



Streich hat sich in Deutschland mit seiner Authentizität, seiner Bodenständigkeit und seinen sportlichen Erfolgen einen großen Namen gemacht. Selbst den Bayern ist aufgefallen, dass der Coach mit dem SC Jahr für Jahr beachtliche Leistungen gegen die finanziell überlegene Konkurrenz zeigt. Nun bestätigte Uli Hoeneß, dass er Streich bereits ernsthaft als FCB-Coach in Erwägung gezogen habe. „Den liebe ich. Und ich habe mal eine Zeit lang darüber nachgedacht, ob das nicht einer für uns wäre“, erklärte der ehemalige Bayern-Präsident im Podcast „Sonntagsfrühstück“ von „Antenne Bayern“.

„Dem würde ich alles gönnen“

Hoeneß erklärte zudem, dass er Freiburg sogar den Meistertitel gönnen würde, „weil sie mit ihrem Trainer einen fantastischen Menschen haben, dem ich alles gönnen würde“. Wer weiß, vielleicht feiert der FC Bayern ja eines Tages selbst mit dem Kulttrainer die Deutsche Meisterschaft. In den nächsten Jahren wird es dazu jedoch nicht kommen, da Nagelsmann langfristig Vertrag hat und auch Streich den seinen kürzlich verlängerte. Allerdings wäre Streich einem Job bei den Münchnern wohl auch nicht abgeneigt. „ich schäme mich nicht, ich war Bayern-Fan“, gestand der 56-Jährige im vergangenen Jahr gegenüber „SPORT1“.

Sicherlich gibt es jedoch keine Garantie dafür, dass der Trainertyp Christian Streich für den FC Bayern geeignet wäre. Einen Spitzenklub hat dieser schließlich noch nicht trainiert und auch Star-Allüren dürften ihm eher fremd sein. Beim SC arbeitet er in einem ruhigen Umfeld und setzt mit seiner Mannschaft mehr auf Kampfgeist und Geschlossenheit, wobei die ganz große Spielkunst manchmal auf der Strecke bleibt. Taktisch darf man Streich aber dennoch nicht unterschätzen. Kein Trainer kann zehn Jahre lang erfolgreich arbeiten, wenn er die Grundprinzipien des Fußballs nicht voll und ganz verstanden hat.