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„Ich bin halt kein Guardiola“ – So hat Klopp auf den Götze-Wechsel zum FC Bayern reagiert

Mario Götze
Foto: imago images

Mario Götze wechselte im Sommer 2013 von Borussia Dortmund zum FC Bayern. Der Transfer hat damals für viel Aufsehen in Fußball Deutschland gesucht. Während in München die Sektkorken knallten, herrschte in Dortmund pures Entsetzen. Vor allem BVB-Coach Jürgen Klopp war wütend und enttäuscht über den Götze-Wechsel zum direkten Konkurrenten.



114 Spiele hat Mario Götze zwischen 2013 bis 2016 für den FC Bayern absolviert. Der offensive Mittelfeldspieler kam in dieser Zeit auf 60 Torbeteiligungen. Auch wenn sich die reinen Zahlen durchaus sehen lassen können, wurde Götze in München nie wirklich glücklich. Nach drei Jahren beim deutschen Rekordmeister kehrte dieser nach Dortmund zurück.

„Das ist eine Chance, die nie mehr wiederkommt“

Der Wechsel von Götze kam für viele Fans, Medien und Experten zum damaligen Zeitpunkt sehr überraschend. Der BVB hatte Anfang der 2010er Jahre die Dominanz der Bayern in der Bundesliga durchbrochen und spielte auch in der Champions League um den Titel mit. Jürgen Klopp hatte die Schwarz-Gelben zu einer europäischen Spitzenmannschaft geformt. Dennoch wollte Götze unbedingt zu den Bayern. Grund: Pep Guardiola!

Wie Götze-Berater Volker Struth in seinem neuen Buch „Meine Spielzüge“ enthüllt, war der Katalane der „einzige Grund“, warum der Offensivspieler bereit war, den BVB zu verlassen. Laut Struth waren die BVB-Verantwortlichen geschockt als er dieser sie darüber informiert hatte, dass Götze seine Ausstiegsklausel ziehen möchte, um zum FC Bayern zu wechseln.

Watzke, Zorc und Klopp versuchten im Anschluss Görze nochmals umzustimmen, dieser blieb jedoch standhaft und machte deutlich, dass er unter Guardiola in München spielen möchte: „Ich möchte das einmal erleben, für Guardiola zu spielen. Das bedeutet nicht, dass mich irgendetwas in Dortmund stört. Ich weiß bloß, das ist eine Chance, die nie mehr wiederkommt und die ich nutzen will“, wird Götze im Buch von Struth zitiert.

„Ist halt der Guardiola, der spielt ja auch dieses Tikitaka“

Nach Angaben von Struth war vor allem Jürgen Klopp (persönlich) gekränkt von dieser Entscheidung und ließ seinem Frust in dem finalen Gespräch mit Götze freie Luft: „Hab schon verstanden, Mario, ich bin halt kein Guardiola. Ist halt der Guardiola, der spielt ja auch dieses Tikitaka“.

Struth selbst hatte eigenen Aussagen zufolge „große Bauchschmerzen“ bei dem Wechsel. Der 55-jährige hatte Zweifel, ob sich Götze unter Guardiola bei den Bayern durchsetzen wird. Götze war jedoch nach der Anfrage der Bayern nicht mehr von seiner Entscheidung abzubringen und drängte auf den Transfer.