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Katar-Zoff spitzt sich zu: Fans drohen dem FC Bayern mit einer Klage

Fan-Kritik am Katar-Engagement
Foto: IMAGO

Der Katar-Zoff beim FC Bayern spitzt sich immer weiter zu. Die Anhänger des deutschen Rekordmeisters haben in den vergangenen Wochen deutlich den Druck auf die Führungsriege in München erhöht. Ursprünglich hätte dieses Thema bei der bevorstehenden Jahreshauptversammlung diskutiert werden sollen. Der FC Bayern scheint einen entsprechenden Mitglieder-Antrag jedoch nicht berücksichtigen zu wollen. Dem FCB drohen damit womöglich rechtliche Konsequenzen.



Vor einigen Wochen hat sich eine Gruppe kritischer Bayern-Fans formiert und einen entsprechenden Mitglieder-Antrag für die Jahreshautversammlung am 25. November eingereicht. Im Fokus dabei steht das das Katar-Sponsoring der Bayern. Mit dem Antrag wollen die Fans ein schnelles Ende den umstrittenen Deals bewirken.

Der Zuspruch aus der Fanszene ist groß. Der FC Bayern hingegen zeigt sich bei diesem Thema sehr zurückhaltend, zum Ärger der eigenen Anhänger.

„Der FC Bayern weiß genau, dass der Antrag zulässig ist, reagiert aber nicht“

Wie Michael Ott, der Initiator des Antrags, am Donnerstag via Twitter kundgetan hat, wird das Vorhaben der kritischen Fan-Gruppierung von den Bayern-Bossen bewusst ignoriert, mit dem Ziel, dass es bei der Jahreshautversammlung zu keinen unangenehmen Diskussionen kommt: „Der FC Bayern weiß genau, dass der Antrag zulässig ist, reagiert aber nicht und lässt Fristen verstreichen.“

Demnach liegt der Mitglieder-Antrag seit 3,5 Wochen bereits bei den Bayern, diese seien laut Ott jedoch „noch nicht dazu gekommen, um diesen zu prüfen.“ Dieser will jedoch nicht aufgeben und droht dem nun sogar mit einer Klage: „Jetzt müssen wir schellstmöglich klagen, um die Abstimmung zu erzwingen. Es muss Klage erhoben werden und eine einstweilige Verfügung erwirkt werden.“

Hainer reagiert auf die Vorwürfe

Am späten Donnerstagabend hat FCB-Präsident Herbert Hainer auf die Vorwürfe von Ott reagiert. Der Pay-TV-Sender „Sky“ hat den 67-jährigen wie folgt dazu zitiert: „Zuerst wurden alle Anträge geprüft, die eine Satzungsänderung zum Gegenstand haben. Zurzeit werden die weiteren eingegangenen Anträge geprüft und die Antragsteller werden danach informiert.“

Viel Zeit bleibt den Münchner dafür nicht mehr, in weniger als einer Woche findet die Jahreshauptversammlung statt. Klar ist: Unabhängig davon ob der Antrag zugelassen wird oder nicht, die Bayern werden auf Dauer nicht darum herumkommen sich der Diskussionen mit ihren eigenen Fans zum Katar-Sponsoring zu stellen.