Champions League

Dynamo Kiew vs. FC Bayern | Vorschau, Team-News, Prognose und Live-Übertragung

FC Bayern vs. Dynamo Kiew
Foto: Getty Images

Der FC Bayern ist heute am frühen Abend (18:45 Uhr, live bei DAZN) zu Gast bei Dynamo Kiew. Nach der zweiten Bundesliga-Niederlage in dieser Saison beim FC Augsburg am vergangenen Freitag ist die Nagelsmann-Truppe auf Wiedergutmachungstour in der ukrainischen Hauptstadt.



Zum 5. Spieltag der CL-Gruppenphase muss der FC Bayern auswärts bei Dynamo Kiew ran. Aus Bayern-Sicht bietet diese Partie nur noch bedingt sportliche Reize. Mit vier Siegen aus den ersten vier Spielen konnten sich die Münchner frühzeitig für das Achtelfinale qualifizieren. Ein Punkt aus den verbleibenden zwei Spielen reicht sogar für den Gruppensieg. Julian Nagelsmann betonte auf der Abschluss-PK, dass seine Mannschaft Vollgas geben wird: „Champions League ist nie unwichtig. Natürlich hat es nicht die Relevanz fürs Weiterkommen. Wir würden einen großen Fehler machen, wenn wir sagen würden, dass es uns nicht interessiert. Wir können Dinge gut umsetzen, die wir zuletzt nicht gut gemacht haben.“

Für die ukrainischen Meister hingegen zählt nur ein Sieg, um zumindest in der Europa League zu überwintern. Das Team um Trainer Mircea Lucescu hat jedoch erst einen Punkt gesammelt und dabei kein einziges Tor erzielt. Im Hinspiel setzten sich die Roten souverän mit 5:0 durch.

Team-News: FC Bayern

Nicht nur in Deutschland schießen die Corona-Zahlen in den letzten Wochen steil nach oben, auch beim FC Bayern sorgt das Virus für einige Ausfälle. Josip Stanisic und Niklas Süle fallen aus, da beide nicht rechtzeitig aus der Quarantäne entlassen wurden. Serge Gnabry, Joshua Kimmich, Jamal Musiala, Michael Cuisance und Eric Maxim Choupo-Moting befinden sich seit dem vergangenen Wochenende alle samt in häuslicher Quarantäne. Dazu fällt auch noch Dayot Upamecano wegen einer Gelbsperre aus.

Im Prinzip stellt sich die Elf von Julian Nagelsmann also selbst auf. Großartige Rotationen sind dementsprechend nicht zu erwarten.

Team-News: Dynamo Kiew

Dynamo Kiew ist neben Malmö FF die einzige Mannschaft, welche in der aktuellen Champions-League-Saison noch keinen Treffer erzielt hat. Am vergangenen Wochenende hat man jedoch einen deutlichen 6:1-Erfolg gegen Odessa gefeiert und führt die heimische Liga vor dem Dauerrivalen Schachtar Donezk an.

Kiews Coach Mircea Lucescu kann nahezu aus dem Vollen schöpfen. Lediglich Popov und Besedin, die beide noch an einer Kreuzbandverletzung laborieren, fallen aus. Dazu kommt noch der Langzeitverletzte Kargbo.

Der direkte Vergleich

11-mal spielten Kiew und Bayern bisher im Europapokal gegeneinander. 3-mal gewannen die Ukrainer, 7-mal der FC Bayern (bei einem Remis). Das älteste Duell geht bis in die 70er-Jahre zurück, als die Bayern als amtierender Landesmeistercup-Sieger im UEFA-Supercup auf Kiew trafen. Damals ließ Dynamo dem Rekordmeister in Hin- und Rückspiel (1:0 und 2:0) keine Chance und holte sich diese Trophäe.

Live-Übertragung

Der Streamingdienst-Anbieter „DAZN“ wird das Spiel heute Abend live und exklusiv übertragen. Kommentiert wird das Ganze ab 18:45 Uhr von Marco Hagemann. Die Vorberichte starten um 18:15 Uhr mit Tobi Wahnschaffe und dem Experten Sebastian Kneißl.

Die offizielle Bayern-Webseite wird die Partie zudem live und kostenfrei im Webradio übertragen sowie im Liveticker. Ab Mitternacht gibt es zudem die kostenfreien Kurz-Highlights bei FC Bayern.tv plus eine ausführliche Zusammenfassung der Begegnung. Auch bei DAZN gibt es ab ca. 23 Uhr eine Videozusammenfassung mit allen Highlights und Toren zu sehen.

Voraussichtliche Aufstellungen

Dynamo Kiew: Bushchan – Kedziora, Syrota, Zabarnyi, Mykolenko – Shaparenko, Buyalskyi, de Pena – Sydorchuk, Tsygankov – Garmash

FC Bayern: Neuer – Pavard, Nianzou, Hernandez – Tolisso, Goretzka – Coman, Müller, Sane, Davies – Lewandowski

Prognose: Bayern braucht wieder defensive Stabilität

5:2 gegen Union, 5:2 gegen Benfica – klingt nach großem Offensivspektakel mit einer etwas nachlässigen Defensive. Nimmt man aber das vorangegangen 0:5 in Gladbach im DFB-Pokal und die darauffolgenden Partien gegen Freiburg (2:1) und Augsburg (1:2) dazu, ist es weitaus mehr.

In vier der letzten fünf Pflichtspielen hat der Rekordmeister mindestens zwei Gegentore kassiert. Oder 2,4 im Schnitt seit einschließlich des Gladbach-Debakels. Davor kassierten die „Nagelsmänner“ nur 0,6 Tore pro Partie in den ersten 14 Pflichtspielen.

Langsam sollte das Team die defensive Stabilität wieder herstellen. Am besten macht man da den Anfang gegen ein Team, dass bisher noch kein Tor erzielt hat in den bisherigen Gruppenspielen.