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Bouna Sarr schließt Bayern-Abschied im Winter aus: „Werde im Juni Bilanz ziehen“

Bouna Sarr
Foto: IMAGO

Trotz weniger Einsatzzeiten: Transferflop Bouna Sarr schließt einen Wechsel im Winter aus. Wie der Franzose gegenüber der „L’Equipe“ sagte, will er sich beim Afrika Cup beweisen und anschließend mit breiter Brust zum FC Bayern zurückkehren. 



Im Oktober 2020 wechselte Bouna Sarr von Olympique Marseille an die Isar. Lange wurde Sergino Dest, damals noch bei Ajax unter Vertrag als Neuzugang gehandelt, nachdem dieser den Bayern aber einen Korb gab, wurde der Nationalspieler Senegals der Überraschungstransfer von Hasan Salihamidzić. Seitdem kommt der Rechtsverteidiger auf wenige Einsätze, konnte sich bis dato nicht wirklich beweisen. Für Sarr ist das allerdings kein Grund, den Rekordmeister im Winter zu verlassen und nach einer neuen Herausforderung zu suchen.

„Ein Abgang ist mir nie in den Sinn gekommen“

Im Interview mit der „L’Equipe“ äußerte sich Sarr nun zu seiner Situation bei den Münchnern. Ein Abgang aus München im Januar sei ihm „nie in den Sinn gekommen“, und er werde „im Juni mit Bayern Bilanz ziehen“. Der im Januar stattfindende Afrika Cup ist für den flinken Rechtsverteidiger ein Wettbewerb, bei dem er sich beweisen möchte, um dann mit breiter Brust an die Säbener Straße zurückzukehren. „Ich habe das in Marseille schon einmal erlebt. Bayern ist ein Verein von großem Format, da wird weniger nachsichtig gehandelt. Von einem Spiel zum Nächsten muss man sein Bestes geben.“

Tatsächlich kam der 8-Millionen-Transfer zu Beginn seiner Bayern-Zeit etwas häufiger zum Einsatz, konnte sich allerdings nie wirklich beweisen. Laut Sarr hat das aber auch einen Grund: „Was die Leute nicht wissen, ist, dass ich mit zusammengebissenen Zähnen spielte. Mein Knie schmerzte, ich nahm vor jedem Spiel Entzündungshemmer. […] Ich musste trotz der Schmerzen spielen. Eine sehr durchschnittliche Leistung, wir gewannen 3:2. Als ich nach Hause ging, sagte ich zu mir selbst: ‚Aber wie soll ich das machen? Ich war heute nicht gut, mein Knie tut immer noch weh, wie geht es weiter?‘“

Sarr musste Frankreich-Debüt absagen

Am Anfang der vergangenen Saison durfte der 28-Jährige gar dreimal über 90 Minuten ran, sogar Didier Deschamps, Nationaltrainer Frankreichs, wollte Sarr zur Nationalmannschaft einladen. Aufgrund der Knieprobleme musste er dann aber dem Weltmeister von 2018 absagen. „Ich habe diese Episode schnell verdaut, ich habe mich auf Bayern konzentriert, auch wenn dieses Problem meine erste Saison hier verdorben hat.“

Können die Bayern-Fans also nochmal auf einen verbesserten Bouna Sarr in der Rückrunde hoffen? Aktuell sieht es nicht so aus, als würde der Rechtsverteidiger mehr Einsatzzeiten bekommen. Wenn Pavard nicht fit ist, setzt Julian Nagelsmann oft auf Niklas Süle, zuvor war auch Josip Stanisic eine Alternative. Sollte die Personalsituation nochmal mehr Einsätze für Sarr ermöglichen, muss er diese Chance nutzen – vielleicht hilft ihm der Afrika Cup ja dabei.

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