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Gehaltsobergrenze? Kahn spricht Klartext: „Es muss Strafen geben!“

Oliver Kahn
Foto: IMAGO

Trotz der Corona-Pandemie explodieren die Ablösesummen im europäischen Profifußball und auch die Spieler fordern immer höhere Gehälter. Gerade mit Letzterem haben auch die Bayern-Verantwortlichen seit geraumer Zeit zu kämpfen. Im Interview mit der „Süddeutschen Zeitung“ spricht der Vorstandsvorsitzende der Münchner, Oliver Kahn, nun Klartext. 



Dass die Vertragsgespräche mit Kingsley Coman und Niklas Süle stocken, das ist inzwischen kein Geheimnis mehr. Ein Grund dafür sind die unterschiedlichen finanziellen Vorstellungen der verschiedenen Parteien. Den immer höheren Gehaltsforderungen der Spieler will Oliver Kahn beim FC Bayern aber nun entgegenwirken: So will der 52-Jährige eine harte Grenze bei der Summe, die maximal von einem Klub für Gehälter ausgegeben werden darf. Konkret sollen 60 bis 70 Prozent der Einnahmen in die Gehälter investiert werden.

„Es muss Strafen geben, die wehtun und wirklich vollzogen werden, auch bei den großen Klubs.“

Für die verschiedenen Investoren soll es ebenfalls eine Obergrenze geben, wie viel sie in den Klub investieren dürfen und wie hoch die aufgenommenen Schulden sein dürfen. Kahn sagte im Gespräch mit der „Süddeutschen Zeitung“: „Aber beide Punkte wären sinnlos ohne Punkt drei: Es muss Strafen geben, die wehtun und wirklich vollzogen werden, auch bei den großen Klubs. Wir wollen letztendlich nichts anderes als eine Kostenkontrolle im Fußball.“

Mit Blick auf die viel diskutierte Financial-Fairplay-Regel sagte „Der Titan“: „Ich glaube, dass der Fußball an einer entscheidenden Weggabelung angekommen ist.“ Kahns Ansätze würde konkret Vereine wie Paris Saint-Germain oder Manchester City treffen, die bereits seit Jahren am Rande der FFP-Regel auf dem Transfermarkt investieren. Aber auch die Premier-League-Klubs sind sich seit geraumer Zeit nicht zu schade, viel Geld für ihre Profis in die Hand zu nehmen. Kahn hat dazu eine klare Meinung: „Vor einigen Jahren waren uns die Engländer um zehn, 20 Millionen Euro voraus. Inzwischen ist es ein Vielfaches.“

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