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Jerome Boateng: „Es muss nicht zwangsläufig einen Abwehrchef beim FC Bayern geben“

Jerome Boateng und Niklas Süle
Foto: imago images

Das Achtelfinal-Hinspiel in der Champions League gegen den FC Salzburg (1:1) hat abermals eklatante Lücken in der bayerischen Abwehr offenbart. Die Rufe nach einem neuen Abwehrchef werden zunehmend lauter. Fans, Medien und Experten beklagen die fehlende Organisation innerhalb der Kette. Ex-Bayern-Spieler Jerome Boateng hat seine ganz eigene Meinung zu diesem Thema.



Ein 2:4 gegen den VfL Bochum sowie ein 1:1 gegen den Underdog aus Salzburg bescheren dem FC Bayern eine gefühlte Mini-Krise. Schon unter Hansi Flick waren die Defizite des FCB in der Abwehr kaum zu übersehen. Auch unter Julian Nagelsmann scheint keine dauerhafte Besserung in Sicht zu sein. Trotz namhafter und vor allem kostspieliger Neuzugänge wie Dayot Upamecano klafft weiterhin ein riesiges Loch in der Münchner Abwehr. Vor allem sind sich die Experten aber darüber einig, dass ein echter Führungsspieler und Dirigent im Abwehrzentrum schmerzlich vermisst wird. Die Routiniers David Alaba und Jerome Boateng und hatten diese Rolle einst ausgefüllt. Letzterer hat sich nun in die aktuelle Abwehrdebatte beim FC Bayern eingeschaltet.

„Das braucht natürlich Zeit“

Der Ex-Münchner und heutige Lyon-Profi hat eine ganz eigene Meinung in Sachen Abwehrchef. „Es muss nicht zwangsläufig den einen Chef geben, wenn beide Spieler ihre Vorderleute einteilen und sich gut kennen und verstehen, wie das beispielsweise bei David und mir der Fall war. Vielleicht spricht einer mehr, dafür erfüllt der Nebenmann andere Aufgaben“, verriet Boateng gegenüber dem „kicker“.

Seinerzeit hatte der ehemalige deutsche Nationalspieler eine solche Aufgabenteilung mit Nebenmann David Alaba praktiziert. „Wir kannten uns sehr gut. Aber das braucht natürlich Zeit“, so Boateng über seinen ehemaligen Teamkollegen. Der Frankreich-Legionär ruft im gleichen Atemzug aber auch zu Geduld auf. Eine solche Chemie zwischen zwei Spielern entsteht nun mal nicht über Nacht, sondern ist ein Produkt häufigen Austausches und Zusammenspiels.

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Ach Jerome fülle solche Gedanken doch nicht in die Köpfe der Vorstands. Sonst denken die ja noch es ist okay wie es gerade ist und man „nur mehr Zeit braucht“.