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Lewandowski, Haaland & Co. – So abhängig sind die BL-Klubs von ihren Top-Torjägern

Robert Lewandowski
Foto: Getty Images

Robert Lewandowski führt mit 28 Treffern die Torjägerliste in der Fußball Bundesliga an. Der 33-jährige Pole wird von vielen als die „Münchner Lebensversicherung“ bezeichnet. Dieser Eindruck lässt sich jedoch nicht statistisch beweisen. Eine aktuelle Analyse zeigt: Die Bayern holten in dieser Bundesliga-Saison im Schnitt mehr Punkte, wenn der FIFA-Weltfußballer keinen Treffer erzielt hat. Andere Klubs hingegen sind deutlich abhängiger von ihren Top-Torjägern.



Der „kicker“ hat sich in seiner aktuellen Ausgabe intensiver mit der Frage beschäftigt, wie abhängig die Klubs tatsächlich von ihren Top-Stürmern sind. Ein Blick auf die Auswertung liefert interessante und überraschende Erkenntnisse zugleich.

Auch wenn Lewandowski mit 28 Toren mit Abstand der beste Torschütze in der laufenden Bundesliga-Saison für die Bayern ist, holte der Rekordmeister weniger Punkte in Spielen, denen der Pole traf. Mit Lewy-Treffer sind es 2,39 Punkte, ohne einen Treffer des Weltfußballers waren es sogar 2,5 Zähler. Jüngstes Beispiel dafür ist der 1:0-Erfolg gegen Eintracht Frankfurt am vergangenen Wochenende, bei dem Joker Leroy Sane den entscheidenden Treffer erzielte. Auch Serge Gnabry, Thomas Müller und Kingsley Coman treffen regelmäßig.

Kurioserweise ergibt sich bei Bayer Leverkusen und Patrik Schick ein ähnliches Bild. Der Tscheche liegt mit 20 Treffern auf Rang 2 in der Bundesliga-Torjägerliste. Aber auch die Werkself ist nicht so sehr abhängig von ihrem Angreifer wie man vermuten würde: Mit Schick-Toren sammelte Bayer im Schnitt 1,71 Punkte pro Spiel. Ohne einen Treffer des tschechischen Nationalspielers sind es 2,00 Zähler.

Dortmund und Leipzig sind extrem abhängig von ihren Stürmern

Deutlich anders sieht die Situation hingegen in Dortmund und Leipzig aus. Die beiden Klubs sind extrem abhängig von ihren Top-Stürmern. Mit 14 Treffern ist Christopher Nkunku Leipzigs Top-Torjäger. Trifft der Franzose, holen die Sachsen im Schnitt 1,61 Zähler pro Spiel. Ohne Nkunku-Treffer sind es nur 1,0.

Auch der BVB ist auf die Treffer von Erling Haaland angewiesen. Auch spricht die Statistik eine eindeutige Sprache: Die Schwarz-Gelben holten 2,7 Punkte im Schnitt pro Partie in Spielen mit mindestens einem Haaland-Tor. Ohne Tore des Norwegers sind es nur 1,69. Die lange Ausfallzeit des 21-Jährigen könnte damit die Meisterschaft entscheiden beeinflussen.

Beim 1. FC Köln ist die Abhängigkeit von Anthony Modeste nicht so dramatisch, dennoch belegbar. Trifft der 33-Jährige sicherte sich Köln im Schnitt 1,5 Zähler pro Partie. Ohne Modeste-Tor sind es 1,18. Mehr als 40 Prozent aller Kölner Treffer gehen auf das Konto des Routiniers, der unter Steffen Baumgart in dieser Saison wieder seine Topform gefunden hat.

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Das zeugt von Lewys Spielintelligenz. Er weiß, wie er für andere Lücken reissen kann.

Auch wenn es oft heißt, er sei egoistisch, er hat einen unglaublichen Blick auf und für seine Mitspieler.

Darum hat er auch wenige Verletzungen.

Er ist das, was ein guter Trainer „Instinkt-Fußballer mit Kopf-Geschwindigkeit“ nennt.

Nebenbei, sein Lebenswandel und seine Ernährung sind genau darauf ausgerichtet.

Mancher Profi könnte sich eine Scheibe abschneiden

Vjeko Keskic

Vjeko Keskic

Gründer
Vjeko hat das Projekt fcbinside.de im Sommer 2019 gegründet. Während er in seiner Kindheit/Jugend noch als aktiver Kicker unterwegs war, schreibt er mittlerweile seit mehr als zehn Jahren regelmäßig über die schönste Nebensache der Welt. Auf dem Online-Portal "SPOX" wurden 2008 die ersten Blogbeiträge veröffentlicht, schon damals lag ein gewisser Fokus auf seiner großen Leidenschaft – dem FC Bayern.